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Rapperswil-Jona
30.07.2026
30.07.2026 11:59 Uhr

Rapperswiler bauen grüne KI der Zukunft

Fabian Villiger (l.) und Cédric Waldburger  setzen mit dem neuen Serverzentrum in Irland auf Nachhaltigkeit und erneuerbare Ressourcen.
Fabian Villiger (l.) und Cédric Waldburger setzen mit dem neuen Serverzentrum in Irland auf Nachhaltigkeit und erneuerbare Ressourcen. Bild: zVfg
Fabian Villiger und Cédric Waldburger führten früher zusammen eine Werbeagentur – heute investieren sie in nachhaltige Infrastruktur für den Betrieb von künstlicher Intelligenz.

Wer ChatGPT, Claude oder ein anderes KI-Programm benutzt, hat den Eindruck, mit etwas Körperlosem zu sprechen. Tatsächlich läuft jede einzelne Anfrage auf einem physischen Server, der irgendwo steht, Strom braucht und gekühlt werden muss. Von diesen Servern gibt es zu wenige, und sie sind der eigentliche Engpass der ganzen Branche.

Server im grünen Island

Der Rapperswiler Unternehmer Fabian Villiger und sein langjähriger Freund und Geschäftspartner Cédric Waldburger setzen nun mit der neu gegründeten AI Infrastructure Capital AG genau dort an. Sie kaufen solche Server, welches es für den Betrieb künstlicher Intelligenz braucht, stellen sie in Island auf und vermieten die Rechenleistung an Unternehmen, die sie brauchen. Das Unternehmen investiert im ersten Schritt rund 16 Millionen US-Dollar.

Erfahrenes Team

Neben einigen in der Region bekannten Investoren und einem gut besetzen Verwaltungsrat bilden zwei Unternehmer das Herzstück, die früh mit KI gearbeitet haben und beide aus dem Betrieb von Servern und Infrastruktur kommen. Cédric Waldburger ist Unternehmer und Investor und hat mehrere Technologieunternehmen aufgebaut. Roald Parmentier kommt aus dem Betrieb von Rechenzentren und der Beschaffung von Hardware. Neben Fabian Villiger findet sich zudem auch Yonten Wagma von der Anlagestiftung VALYOU im Verwaltungsrat.

Erneuerbare Quellen

Island wurde bewusst gewählt. Der Strom stammt dort vollständig aus erneuerbaren Quellen, und die kühle Aussenluft übernimmt einen grossen Teil der Kühlung, die anderswo teuer erzeugt werden muss. Das senkt die Betriebskosten dauerhaft und macht den Betrieb deutlich klimafreundlicher als an klassischen Standorten wie Frankfurt oder Dublin.

Struktureller Vorteil

«Künstliche Intelligenz wird oft als etwas Abstraktes diskutiert», sagt Cédric Waldburger. «Am Ende steht dahinter eine sehr konkrete Frage: Gibt es genug Server, und stehen sie am richtigen Ort? Wir sorgen dafür, dass es mehr davon gibt.»

«Standort und Kühlung entscheiden darüber, ob sich der Betrieb rechnet», sagt Roald Parmentier. «In Island kommt erneuerbarer Strom mit kalter Aussenluft zusammen. Das ist über die Lebensdauer der Geräte ein struktureller Vorteil.» Die Gesellschaft wurde im Juni 2026 gegründet und hat ihren Sitz in Pfäffikon SZ.

www.ai-infrastructure.capital

MM/Linth24
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