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14.07.2026
14.07.2026 19:30 Uhr

Festhypothekarzinsen sinken leicht

Ein Vergleich der Hypothekarangebote kann über die gesamte Laufzeit erhebliche Einsparungen ermöglichen. (Symbolbild)
Ein Vergleich der Hypothekarangebote kann über die gesamte Laufzeit erhebliche Einsparungen ermöglichen. (Symbolbild) Bild: ZO24/KI
Die Hypothekarzinsen sind in der Schweiz im zweiten Quartal 2026 leicht gesunken. Ein Vergleich der Angebote und Verhandlungen bleiben dennoch entscheidend.

Die Zinsen für Festhypotheken sind im zweiten Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal leicht gesunken. Hintergrund sind tiefere Kapitalmarktzinsen und gesunkene Refinanzierungskosten der Banken. Gleichzeitig sorgen geopolitische Unsicherheiten und die unterschiedliche Geldpolitik der grossen Zentralbanken weiterhin für Zurückhaltung an den Finanzmärkten.

«Obwohl sich mit Unterzeichnung der Absichtserklärung die Anspannung im Nahen Osten an den Kapitalmärkten zwischenzeitlich leicht beruhigt hat, bleibt die Unsicherheit nach wie vor bestehen. Das ist auch an den unverändert höheren Handelsspannen zu erkennen, die sich nicht merklich reduziert haben», sagt Comparis-Finanzexperte Dirk Renkert.

Internationale Entwicklungen

Die Schweizerische Nationalbank hat den Leitzins bei 0 Prozent belassen. In der Eurozone führte der erneute Anstieg der Inflation zu einer Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank. In den USA bleibt die Inflation ebenfalls erhöht, weshalb die US-Notenbank an ihrer restriktiven Geldpolitik festhält.

«Kernauslöser für die fallenden Renditen war die Erleichterung über eine mögliche Einigung im Iran-Krieg bzw. die Hoffnung auf eine offene Strasse von Hormus. In der Folge gaben Öl- und Gaspreise deutlich nach. Das senkt die erwartete Teuerung und reduziert den Druck auf die Notenbanken, die Zinsen weiter anzuheben», sagt Renkert.

«Die EZB bleibt in einem Zielkonflikt: Sie will den Inflationsanstieg eindämmen, riskiert mit höheren Zinsen aber zusätzliche Belastungen für Investitionen und Wachstum. Zudem möchte sie sich mit dem Zinsschritt nicht erneut dem Vorwurf aussetzen, wie im Juli 2022 zu spät gehandelt zu haben», meint Renkert.

«Während die US-Regierung auf rasche Zinssenkungen setzt, um Wachstum und Staatsfinanzen zu unterstützen, hält der neue Fed-Chef an einem restriktiven geldpolitischen Kurs fest. Für ihn scheint die Rückführung der Inflation klar vor kurzfristigen politischen Interessen zu stehen. Es spricht vieles dafür, dass das US-Zinsniveau vorerst hoch bleibt», sagt Renkert.

Handelsspannen bleiben hoch

Die Refinanzierungskosten der Banken sind zwar leicht gesunken, die angebotenen Hypothekarzinsen haben sich jedoch nur geringfügig reduziert. Ende Juni lagen die durchschnittlichen Richtsätze für zehnjährige Festhypotheken bei 1,77 Prozent, für fünfjährige Festhypotheken bei 1,52 Prozent und für dreijährige Festhypotheken bei 1,32 Prozent. Die Handelsspannen zwischen den günstigsten und den höchsten Angeboten blieben gegenüber dem Vorquartal nahezu unverändert.

Zehnjährige Laufzeiten beliebt

Festhypotheken mit einer Laufzeit von zehn Jahren waren auch im zweiten Quartal 2026 die am häufigsten gewählte Finanzierungsform. Ihr Anteil an den Abschlüssen stieg auf rund 42 Prozent. Kürzere Laufzeiten verloren leicht an Bedeutung.

«Festhypotheken mit 10-jähriger Laufzeit sind nach wie vor bei Hypothekarnehmenden die beliebteste Finanzierungsform. Gerade in unsicheren Zeiten bieten sie hohe Planungssicherheit», sagt Renkert.

Vergleich lohnt sich

Zwischen den publizierten Richtzinsen und den tatsächlich ausgehandelten Hypothekarzinsen bestehen weiterhin deutliche Unterschiede. Comparis empfiehlt deshalb, verschiedene Angebote zu vergleichen, frühzeitig mit der Planung einer Anschlussfinanzierung zu beginnen und die persönliche Risikostrategie bei der Wahl der Hypothek zu berücksichtigen. Gerade durch Verhandlungen lasse sich über die gesamte Laufzeit einer Hypothek ein erhebliches Sparpotenzial erzielen.

Zürioberland24/gg / Redaktion Linth24
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