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Leserbrief
Schweiz
08.07.2026
08.07.2026 11:04 Uhr

Daniela Fäh: «Neutralität als Friedensmodell»

Daniela Fäh: «Wir dürfen uns von keiner Seite unter Druck setzen lassen».
Daniela Fäh: «Wir dürfen uns von keiner Seite unter Druck setzen lassen». Bild: zVg/Linth24/Pixabay (Collage Linth24)
Die Leserbriefschreiberin Daniela Fäh reagiert auf die Kolumne von Dr. Gut. Sie setzt auf die Neutralität der Schweiz. Nur so könne Krieg vermieden werden.

Daniela Fäh aus Kaltbrunn schreibt:

«Nach den beiden Weltkriegen wollten die Menschen nur noch vergessen, nach vorne schauen und sie wollten den Frieden. Es wurde vom Stammtisch bis ganz oben in der Politik von Frieden gesprochen, der Diplomatie wurde grösste Bedeutung bei Konflikten zugeordnet.

Auf Krieg eingeschworen

Heute scheinen Themen wie Frieden und Diplomatie in der Politik keinen Platz mehr zu haben. Täglich berichten unsere Medien von Aufrüsten, von Sieg und Niederlagen. Europa, einmal mehr angeführt von Deutschland, rüstet sich für einen Krieg gegen die Atommacht Russland. Die Bevölkerung wird in den Massenmedien ständig auf Krieg eingeschworen. Sollen wir dem tatenlos zusehen?

Die Position des Bundesrates und der politischen Elite ist klar, man will sich der Kriegspartei Deutschland und der EU anschliessen, eine militärische Zusammenarbeit wird gefordert. Sogar gemeinsame Übungen mit der NATO werden vorangetrieben. Was es kostet, spielt keine Rolle.

Nicht Kriegspartei werden

Wie wird sich die Wählerschaft, also wir uns dazu entscheiden? Und genau um diese Frage geht es bei unserer Abstimmung im September zur strikten Neutralität.

Wir dürfen uns von keiner Seite unter Druck setzen lassen. Es drohen Kriege, bei denen unser Land zur Kriegspartei werden könnte, sofern sie weiter Partei ergreift.

Darum muss die Schweiz neutral bleiben und die politisch Verantwortlichen müssen dazu verpflichtet werden, indem die strikte Neutralität in der Verfassung verankert wird.

Nur so kann vom Bundesrat erwartet und gefordert werden, dass dieser seinen EU-/NATO Kurs ändert und sich mit aller Konsequenz für Frieden und Diplomatie wieder einsetzen muss. Ja, die Schweiz würde international viel Zuspruch gewinnen mit der Rückkehr zur Neutralität.

Wir haben es noch in der Hand: Darum, Ja zur Neutralitätsinitiative.»

Daniela Fäh, Kaltbrunn
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