Badi Rüti spürt den Druck aus Rappi-Jona
Seit Jahren fehlt der Stadt ein eigenes Freibad und viele Badi-Hungrige weichen seither auf Anlagen in der Umgebung aus. Besonders die Badi Rüti steht dabei im Fokus. Dort bestätigt man, dass der Zustrom aus Rapperswil-Jona spürbar ist.
Gäste aus der Rosenstadt
Statistischen Erhebungen für die Badibesuche in Rüti gibt es keine, doch die Wahrnehmung ist eindeutig: Seit dem Wegfall des Freibads in Rapperswil-Jona besuchen viele Gäste aus der Nachbarstadt die Badi Rüti. Wie gross dieser Zuwachs ist, lässt sich jedoch nicht beziffern.
Angesichts eines prognostizierten heissen Sommers dürfte sich dieser Druck aus Rappi-Jona verstärken.
Keine Sonderregeln
Die Gemeinde Rüti setzt trotz der höheren Nachfrage nicht auf Einschränkungen für Gäste von ausserhalb. Weder erhalten Einheimische beim Eintritt Vorrang noch bezahlen Auswärtige höhere Preise für Tageskarten. Unterschiede gibt es lediglich bei den Saisonabos: Einwohner von Rüti profitieren von einer eigenen Saisonkarte, während auswärtigen Gästen das Abo für den «regionalen Bade(s)pass» offensteht.
Sicherheit geht vor
Eine feste Obergrenze für die Anzahl Badegäste nennt die Badi Rüti nicht. Laut Gemeinde wird die maximale Auslastung laufend anhand von Erfahrungen und neuen Messdaten ermittelt. Mit einem modernen Zählsystem können Besucherzahlen inzwischen präzise erfasst werden. Gemeinderat Thomas Stauber weist darauf hin, dass nicht nur die Anzahl Gäste entscheidend sei. Ob sich viele Familien oder grosse Jugendgruppen gleichzeitig in der Anlage aufhalten, stelle das Personal vor unterschiedliche Herausforderungen. Dabei gelte: «Sicherheit und Aufenthaltsqualität» hätten stets Priorität.
Situative Beschränkung
Falls nötig, wird der Zutritt situativ beschränkt. Über die aktuelle Auslastung informiert das sogenannte «Badometer» auf der Website der Badi Rüti. Zeigt der Zeiger Richtung Rot, sind meist nicht nur die Liegewiesen, sondern auch die Parkplätze ausgelastet.
Mit Velo oder ÖV in die Badi
Badi und Gemeinde Rüti richten an alle Gäste drei Wünsche: 1. Wer kann, soll mit dem ÖV oder dem Velo anreisen. 2. Vor dem Besuch empfiehlt sich ein Blick aufs Badometer. 3. Und schliesslich gelte, was in jeder Badi eigentlich selbstverständlich sein sollte: Rücksicht und Respekt sorgen dafür, dass der Sommertag für Gäste und Mitarbeitende gleichermassen erquicklich bleibt.
Denn eines ist bereits jetzt absehbar: Wenn der Sommer heiss wird, dürfte die schöne Badi Rüti noch stärker zur Ersatz-Badi der Region werden.