Leben in der Geisterraststätte
Seit mehr als 20 Jahren steht die Raststätte am Walensee leer. Der Betonbau an der A3 bei Obstalden ist längst zum bekanntesten Lost Place der Region geworden. Weil der Parkplatz 2017 aus Sicherheitsgründen geschlossen wurde, scheiterten bisherige Ideen – etwa ein Diner oder Tesla-Ladestationen.
Autofreier Begegnungsraum
Genau dieser Umstand reizt nun Rudolf Hilti. Der 36-jährige Liechtensteiner aus der Hilti-Familie will aus der Geister-Raststätte einen besonderen Ort machen. Wie die «Glarner Nachrichten» zuerst berichteten, plant Hilti keinen klassischen Rastplatz, sondern einen autofreien Begegnungsraum.
Café, Kultur und Shuttle-Boote
Besitzer Heinz Peter Moravcik hatte die Anlage 2013 gekauft, um dort wieder Gäste zu bewirten. Aus gesundheitlichen Gründen will der 86-Jährige das Projekt nun abgeben. Hilti habe ihn mit seiner Vision überzeugt.
Die Sanierung läuft bereits: Dach und Fenster werden erneuert. Im Herbst 2026 sollen erste öffentliche Veranstaltungen stattfinden – unter anderem mit der Organisation «Bridges for Music» und DJ Andrea Oliva.
Ständige Weiterentwicklung
Langfristig sind ein Café für Wanderer und Velofahrer, Seminare, Ausstellungen und Workshops geplant. Auch eine Anreise per Shuttle-Boot ist vorgesehen. Die Raststätte soll laut Hilti ein Ort bleiben, der sich ständig weiterentwickelt.