«Für Michael Jackson gebe ich immer alles»
Am 12. und 13. Juni verwandelt sich der Fischmarktplatz in Rapperswil beim Rewind Festival in eine Bühne voller grosser Emotionen und legendärer Musik. Mit Sascha Pazdera steht am Freitag einer der renommiertesten Michael-Jackson-Tribute-Artists Europas auf der Bühne. Im exklusiven Interview mit Linth24 erzählt er, weshalb Michael Jackson bis heute sein Leben prägt und warum jede Show für ihn ein Marathon ist.
Linth24: Sascha, wann hast du zum ersten Mal gemerkt, dass Michael Jackson mehr für dich ist als nur ein Künstler – sondern eine echte Berufung?
Sascha Pazdera: Oh das war so Anfang der 90er Jahre. Ich habe bereits 1987 angefangen mit kleinen Auftritten. In den 90ern habe ich bereits tausende von Disotheken Jobs gemacht. Dann ende der 90er hab ich Tänzerinnen dazu gebucht und schliesslich seit 2009 gibt es die Show auch mit einer Live Band.
Was ist für dich die grösste Herausforderung daran, Michael Jackson nicht nur zu imitieren, sondern ihn auf der Bühne wirklich zum Leben zu erwecken?
Generell ist das schwierigste den Look, Gesang und Tanz immer wieder so hinzubekommen, dass auf der einen Seite das Publikum begeistert ist und natürlich, dass ich so nah wie nur möglich ans Original heran kommen. Das ist eigentlich immer aussichtslos weil Michael Jackson einfach nicht wirklich kopierbar ist, daher mache ich auch keine 1 zu 1 Kopie, sondern bringe immer auch einen Teil von mir selbst mit in die Show.
Gibt es einen bestimmten Moment auf der Bühne, bei dem du selbst Gänsehaut bekommst – egal wie oft du ihn schon gespielt hast?
Gänsehaut bekomme ich dann ehrlich gesagt, wenn ich das Publikum erreiche. Während der Show bin ich extrem konzentriert und diszipliniert. Es berührt mich immer wieder und ich weiss, dass ich etwas richtig mache.
Michael Jackson war bekannt für Perfektion. Wie gehst du mit diesem Anspruch um – setzt du dich selbst unter Druck?
Bei dem Thema Michael Jacken ist man unweigerlich immer Druck ausgesetzt. Ich habe das noch nie auf die einfache Schulter genommen. Das ist gar nicht möglich. Es gleicht einem Marathon, denn man muss einfach immer alles geben, dass es echt wirkt und nicht gespielt.
Du trittst weltweit auf – was macht für dich den Unterschied, in wenigen Tagen hier am Zürichsee am Rewind Festival zu stehen?
Ja, ich mag Festivals, weil da viele Tribute an einem Platz zusammen kommen. Ich schau mir meist auch andere Tribute an, weil ich sehr spannend finde, wie andere Ihren Künstler oder Künstlerin präsentieren.
Hast du einen persönlichen Bezug zur Schweiz oder besondere Erinnerungen an Auftritte hier?
Ich war einige Male in der Schweiz, aber nicht so oft. Mein Bezug sind jedoch die Berge , weil ich dort schon Snow Board gefahren bin. Ich mag die Landschaft und ihr habt ein paar wunderschöne Seen. Die Natur ist grossartig und wunderschön zugleich.
Wie reagiert das Publikum unterschiedlich in verschiedenen Ländern – und was erwartest du vom Schweizer Publikum?
Da Publikum ist immer anders. Ich bin gespannt auf das Schweizer Publikum. Wie schon erwähnt so oft war ich nicht hier. Meist in den warmen Ländern im Süden gibts es noch grössere Jackson Fan Kreise und daher ist die Stimmung dort Immer ganz extrem.
Wenn Michael Jackson heute hier am Zürichsee stehen würde – was, glaubst du, würde er über die heutige Musik- und Entertainmentwelt sagen?
Ich bin mir sicher er würde die Vielfalt lieben, aber die Art und Weise wie sich die Branche in den letzten 30 Jahren seit seiner letzten Tour verändert hat, das würde ihm nicht gefallen.