Zentrumsgestaltung kommt nochmals vors Volk
Das Initiativkomitee schreibt, es habe im Verlaufe der Unterschriftensammlung grossen Zuspruch erhalten. Für die Initiative wären nur 240 Unterschriften nötig gewesen, eingegangen seien nun aber 668 Unterschriften.
Das Komitee hat nun die Unterschriften an Gemeindepräsident Félix Brunschwiler und Gemeindeschreiber Claudio De Cambio übergeben. Gemeindepräsident Félix Brunschwiler führte dabei aus, es sei sein Ziel, die Urnen-Abstimmung möglichst schnell anzusetzen, damit wieder Klarheit zu diesem wichtigen Projekt von Schmerikon bestehe.
Millionen-Beschluss aufheben
Das Komitee selbst teilt mit, die Initiative wolle «den millionenschweren Beschluss» von 2021 zur Zentrumsgestaltung aufheben, damit die Bevölkerung unter den heutigen, veränderten Rahmenbedingungen neu darüber entscheiden könne. Der Kredit von 12,4 Millionen Franken für die Zentrumsgestaltung mit Tiefgarage sei knapp angenommen. Aufgrund der Bauteuerung sei zudem mit einer wesentlich höheren Belastung zu rechnen. Vor allem aber habe sich seither die finanzielle Lage der Gemeinde Schmerikon deutlich verschlechtert. Die Pro-Kopf-Verschuldung habe sich verdoppelt.
Initianten zuversichtlich
Dr. Urs Graf, Präsident des Initiativkomitees, sagt dazu: Die Unterschriftensammlung sei ein durchschlagender Erfolg. In den Gesprächen und Kommentaren hätten die Komitee-Mitglieder grossen Zuspruch und Rückhalt gespürt. Ein wesentlicher Teil der Schmerkner befürworte eine nochmalige Abstimmung über die Neugestaltung des Dorfplatzes. Mit einem JA zur Initiative könne der Gemeinderat danach eine vernünftige Neuauflage des Projekts vorlegen und damit eine zunehmende Verschuldung der Gemeinde verhindert. Zudem führte Graf aus, eine solide Finanzlage der Gemeinde sei die Grundlage einer nachhaltigen Entwicklung.
Keinen Schuldenberg
Das Komitee «Zukunft Schmerikon» vertritt die Meinung, dass sich Schmerikon heute keine derartige Luxusprojekte leisten sollte. Wie bei jedem Budget sollten Investitionen nur soweit getätigt werden, wie es der Finanzlage zulasse. Es sei zudem wichtig, den nachfolgenden Generationen keinen Schuldenberg zu hinterlassen.
Mit einem JA zur Initiative ermöglichten die Schmerknerinnen und Schmerkener der Gemeinde, einen neuen, finanziell vertretbaren Vorschlag zur Zentrumserneuerung vorzulegen.