Wie die «Linth-Zeitung» schreibt hält sich der Nager auch im Linthgebiet wieder vermehrt auf, grössere Schäden blieben hier bislang aber aus.
Biber breiten sich an der Linth aus
Seit 2017 wieder erste Biber an der Linth entdeckt wurden, haben sich die Tiere entlang des Linthkanals stark verbreitet. Laut Linthingenieur Ralph Jud seien ihre Spuren inzwischen fast überall sichtbar. Das Linthwerk kontrolliere deshalb seine Anlagen regelmässig und melde Biberbauten dem Wildhüter. Grössere Schäden seien im Linthgebiet bisher jedoch kaum entstanden.
Neue Regeln treiben Kosten hoch
2025 zahlte der Kanton St. Gallen gemäss «Linth-Zeitung» über 111 000 Franken für Biberschäden aus – deutlich mehr als in den Vorjahren. Grund dafür ist eine Anpassung des eidgenössischen Jagdgesetzes. Neu gelten auch Schäden an Infrastrukturen wie Dämmen, Wegen oder Strassen als entschädigungspflichtige Wildschäden.
Abschüsse bleiben Ausnahme
Trotz neuer gesetzlicher Möglichkeiten wurden im Kanton bislang keine Biber wegen Wildschäden geschossen. Abschüsse seien nur als letztes Mittel erlaubt, wenn Schutzmassnahmen nicht ausreichen, erklärt das Amt. Zugenommen haben dagegen sogenannte Hegeabschüsse: Acht verletzte oder kranke Tiere mussten 2025 erlöst werden. Laut den Behörden tragen Biber gleichzeitig auch positiv zur Biodiversität bei.