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Eschenbach
19.05.2026
20.05.2026 05:44 Uhr

Regierung für Kopftuchverbot an Schulen

Die in Eschenbach ausgelöste Kopftuch-Debatte beschäftigt die Politik noch immer.
Die in Eschenbach ausgelöste Kopftuch-Debatte beschäftigt die Politik noch immer. Bild: zVg (Collage Linth24)
Nach dem Fall an der Schule Eschenbach spricht sich die St. Galler Regierung für ein kantonal einheitliches Verbot religiöser Symbole und Kleidung für Lehrpersonen an Volksschulen aus.

Der Fall einer Lehrerin, die wegen ihres Kopftuchs an der Schule Goldingen in Eschenbach nicht angestellt wurde, beschäftigt weiterhin die St. Galler Politik. Nachdem der bereits unterschriebene Vertrag aufgelöst worden war, reichte die SVP eine Motion für ein kantonales Kopftuchverbot an Schulen ein. Dies schreibt die «Linth-Zeitung» am Dienstag.

Wichtig an Primarschulen

Nun hat die Regierung Stellung bezogen: Sie erachtet eine einheitliche Regelung als sinnvoll, welche religiös motivierte Kleidung und sichtbare Symbole für Lehrpersonen an Volksschulen untersagt. Gerade auf der Primarstufe komme der religiösen Neutralität besondere Bedeutung zu.

Keine Ausweitung auf alle Staatsangestellten

Die Regierung betont zugleich, dass solche Fälle im Schulalltag selten seien. Wegen der grossen öffentlichen Wirkung brauche es aber klare Regeln, um Konflikte und Einflussnahmen auf Kinder zu vermeiden. Ein generelles Verbot für alle Staatsangestellten hält sie hingegen für unverhältnismässig.

Keine gesellschaftlichen Gräben

Auch bei der Mitte sorgt das Thema für Diskussionen. Kantonsrätin Franziska Steiner-Kaufmann bezeichnet die Haltung der Regierung als differenziert. Ihre Partei wolle gesellschaftliche Gräben vermeiden und prüfe weiterhin, ob ein pauschales Verbot wirklich nötig sei.

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