159 der 532 Aktionärinnen und Aktionäre nahmen an der 120. GV der Elektrizitätswerk Uznach AG (EWU AG) teil und vertraten damit 1'082 der 2'400 Aktienstimmen. Präsident Roland Gmür und Geschäftsführer Patrik Schönenberger zeigten auf, wie sich die Energieversorgung im Wandel befindet. Durch die dezentrale Stromproduktion mit PV-Anlagen sind Kunden von Verbrauchern auch zu Produzenten und Händlern mutiert, was laufend Investitionen ins Verteilnetz erfordert. Ebenso haben Wärmepumpenheizungen und die elektrische Mobilität den Stromkonsum verändert.
Spezieller Sommertarif
Der Bezug der elektrischen Energie sollte dann gefördert werden, wenn sie im Überfluss vorhanden ist und dann gespart werden, wenn Engpässe bestehen. Darum lanciert die EWU AG dynamische Preise, das heisst einen Sommerspartarif. Vom April bis September wird von 12 bis 16 Uhr Strom mit einem Rabatt von 16 % geliefert, um den flexiblen Energieverbrauch wie z.B. für Ladungen von E-Autos oder Waschgänge in Zeiten hoher Verfügbarkeit zu verlagern.
2025 wurden aus dem Verteilnetz der EWU AG fast 36 GWh an die Verbraucher abgegeben, wovon 27 GWh an eigene Kunden. Die lokale Einspeisung ins Netz ist von 7,5 auf 11,6 % gestiegen.
2026 hat die EWU AG die Strompreise deutlich gesenkt und liegt damit im regionalen Mittelfeld. Laut Roland Gmür dürften sich die Energiepreise auch im Jahr 2027 dank des strukturierten Einkaufes nochmals reduzieren.
Rückläufiger Umsatz und Gewinn
Die tieferen Energiepreise, sowie die allgemeine Stagnation bei neuen PV-Anlagen sorgten für einen Rückgang des Betriebsertrages um 8,7% auf 10,7 Mio. Franken. Auch der Gewinn reduzierte sich im selben Rahmen auf 782'000 Franken. 1,2 Mio. Franken wurden aus eigenen Mitteln ins Netz investiert, die Abschreibungen um 10 % auf 740'000 Franken erhöht. Allen Traktanden wie auch der Jahresdividende von 200 Franken wurden ohne Wortmeldungen zugestimmt.
Vor dem Nachtessen wurde Andreas Raymann geehrt, der seit 45 Jahren für die EWU AG im Einsatz steht.