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Uznach
06.05.2026
06.05.2026 06:24 Uhr

Uznach wird zum Freiluftatelier

Grosses Interesse an der Vernissage des Stadt-Kunst:Garten in Uznach.
Grosses Interesse an der Vernissage des Stadt-Kunst:Garten in Uznach. Bild: Markus Arnitz, Linth24
Der «Stadt:Kunst:Garten» in Uznach ist eröffnet. Zwischen Altersheim und Stadtmauer wird Kunst sichtbar – nahbar, überraschend und für alle frei zugänglich.

Uznach setzt ein klares Zeichen für Kunst im Alltag. Entlang des viel begangenen Weges zwischen Stadtmauer und Altersheim Städtli ist ein neuer Ort entstanden, der zum Verweilen einlädt. Der «Stadt:Kunst:Garten» verbindet Natur und Kunst und richtet sich bewusst an alle Kunst- und Kulturinteressierten. Am Samstag, 2. Mai 2026, war die Vernissage des aussergewöhnlichen Kunstprojekts. (PDF unten)

Die Idee dazu entstand 2023. Eine kleine Gruppe um Marlis und Georg Wick sowie Marlies und Bruno Glaus schlug vor, den Ort aufzuwerten: mehr Natur, mehr Atmosphäre, mehr Begegnung. Während sich die Wicks um die Bepflanzung kümmern, liegt der Fokus der Glausens auf der Kunst. 

  • Cornelia Brändli, Präsidentin des Kunstvereins Oberer Zürichsee. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Alphornklänge im Jazz-Stil an der Vernissage Stadt:Kunst:Garten Uznach Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • v.l. Joe Keller, alt Regierungsrat SG, alt Gemeindepräsdient Jona Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Bruno Glaus: Förderer und prägende Figur der lokalen Kunstszene. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Jean-Pierre Hoby, Prasdient des Schweizer Kunstvereins (SKV) Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Othmar Bürgi, Gemeinderat Uznach. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Sandro Greuter, Gemeinderat Uznach. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Vernissage Stadt:Kunst:Garten Uznach Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Vernissage Stadt:Kunst:Garten Uznach Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Vernissage Stadt:Kunst:Garten Uznach Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Vernissage Stadt:Kunst:Garten Uznach Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Uznach hat einen eigenen Stadt:Kunst:Garten. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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Start mit vielen Gästen

Zur Vernissage versammelten sich rund 100 Interessierte aus Politik, Kultur und Bevölkerung. Begrüsst wurden sie von Cornelia Brändli, Präsidentin des Kunstvereins Oberer Zürichsee. Regierungsrat Michael Stähli, Landammann und Vorsteher des Bildungsdepartements Kanton Schwyz liess sich den Anlass nicht entgehen. Sein Kanton unterstützte das Projekt von Eva Gratzl. Die grossen Abwesenden waren Vertreter des Kantons St. Gallen. Die Enttäuschung, dass sich niemand auf kantonaler Ebene aus Bildung und Kultur bemüssigt fühlte, den für das Linthgebiet aussergewöhnlichen Anlass zu besuchen, war bei den Initianten nicht zu übersehen.

In den Grussworten von Bruno Glaus, von Jean Pierre Hoby, Präsident des Schweizer Kunstvereins (SKV) und Othmar Bürgi und Sandro Greuter, Gemeinderäte von Uznach,   wurde betont, dass Kunst hier alle angeht: als Teil des öffentlichen Lebens, als Verbindung von Natur und Stadt. 

  • Landammann Michael Stähli vom Nachbarkanton Schwyz mit Gattin Manuela. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Interessierte aus Kunst und Kultur an der Vernissage. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • v.l. Bruno Glaus; Jean-Pierre Hoby. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Alois Artho, Kunstschaffender. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • v.l. Francisca Moor, ehemalige langjährige Leiterin der Fachstelle Kultur, Rapperswil-Jona; Erika Rüegg, Kunstschaffende. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Vernissage Stadt:Kunst:Garten Uznach Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Flora Frommelt, Kunstschaffende. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Eva Gratzl, Kunstschaffende. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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Kunst direkt vor Ort 

Der Ansatz des Stadt:Kunst:Garten ist einfach: Die Kunst soll zum Ort passen. Sie wird nicht irgendwo geschaffen und dann aufgestellt, sondern entsteht aus der Umgebung heraus. Der Platz, die Wege, die Gebäude all das spielt eine Rolle.

Sechs Werke, viele Eindrücke

Eva Gratzl bringt feine Pflanzenmuster auf Porzellan und macht damit kleine Details sichtbar, die man sonst leicht übersieht. Urs Schmid gestaltet einen Unterstand mit farbigen Elementen neu und bringt Bewegung in eine eher nüchterne Fläche.

Alois Artho setzt auf Holzformen entlang eines Geländers, die sich mit der Zeit verändern. Flora Frommelt arbeitet mit künstlichem Rasen an der Stadtmauer und spielt mit dem Gegensatz von Natur und Gestaltung.

Gerhard Catrina lässt Steine scheinbar schweben und lenkt den Blick auf den Untergrund von Uznach. Erika Rüegg hält Pflanzen in einem speziellen Druckverfahren fest – und zeigt, wie sich alles über die Jahreszeiten verändert.

  • Urs Schmid verwandelt die Rückseite eines Unterstandes in eine durchlässige Bühne aus farbigen Stäben – mit Anklängen an sakrale Formen. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Urs Schmid verwandelt die Rückseite eines Unterstandes in eine durchlässige Bühne aus farbigen Stäben – mit Anklängen an sakrale Formen. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Eva Gratzl spiegelt mit Porzellan auf Beton die Pflanzenstrukturen der Umgebung und lenkt den Blick auf feine Details. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Alois Artho arbeitet mit hölzernen Blattformen entlang eines Geländers und macht Vergänglichkeit sichtbar. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Alois Artho arbeitet mit hölzernen Blattformen entlang eines Geländers und macht Vergänglichkeit sichtbar. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Als begleitendes Objekt: ein gestrickter Handlauf der Gruppe «femme global». Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Objekt «Taubenschlag» im Stadt:Kunst:Garten Uznach Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Erika Rüegg wiederum dokumentiert in Cyanotypie den Wandel der Jahreszeiten – begonnen hat sie mit dem Frühling. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Gerhard Catrina lässt Steine scheinbar schweben und verweist damit auf die geologischen Schichten des Ortes. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Gebetsmühlen im Stadt:Kunst:Garten Uznach Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Vernissage Stadt:Kunst:Garten Uznach Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Gerhard Catrina lässt Steine scheinbar schweben und verweist damit auf die geologischen Schichten des Ortes. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Ihrer Kunst ist niemand gewachsen: die Natur. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Flora Frommelt setzt mit künstlichem Rasen an der Stadtmauer ein Spannungsfeld zwischen Natur und Gestaltung. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Eines der wichtigen Schilder im Stadt:Kunst:Garten. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Vernissage Stadt:Kunst:Garten Uznach Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Gemeinderats-Kandidat Martin Dilla geniesst den Stadt:Kunst:Garten. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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Mehr als nur eine Ausstellung

Neben den Hauptwerken gibt es weitere Projekte: Ein gestrickter Handlauf von «femme global», eine Kunstwäscheleine mit alten Schulbildern und ein gestalteter Container, an dem auch Geflüchtete mitgewirkt haben. Der «Stadt:Kunst:Garten» ist damit mehr als eine Ausstellung. Er lädt ein zum Entdecken, zum Nachdenken – oder einfach zu einem kurzen Stopp auf dem Weg durch Uznach.

Als Stadt:Kunst:Garten wird der Durchgang entlang der alten Uznacher Stadtmauer und dem Altersheim Städtli bezeichnet. Der Zugang ist von der Webereistrasse, vom Wiesenrain und von der Obergasse her möglich und endet bei der Einmündung in die Gasterstrasse.

Neben permanent installierten Werken werden dort in spontaner Reihenfolge Arbeiten von einheimischem Kunstschaffen, kreatives Wirken neben Biodiversität sowie als jährliches Pilotprojekt die Reihe «Kunst geht vor Ort» gezeigt.

Die Ausstellung ist frei zugänglich.

Markus Arnitz, Linth24
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