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04.05.2026

Humor beim Entlastungsdienst

(v.l.) Susanne Füngling (Präsidentin) und «Till Heiter» (Beat Hänni), Humorarbeiter.
(v.l.) Susanne Füngling (Präsidentin) und «Till Heiter» (Beat Hänni), Humorarbeiter. Bild: zVg
85 betreute Menschen und viel Engagement: An der Hauptversammlung des Entlastungsdienstes Linthgebiet wurde klar, wie wichtig Entlastung im Alltag und Humor fürs Wohlbefinden ist.

An der diesjährigen Hauptversammlung des Entlastungsdienstes Linthgebiet im Seehof in Schmerikon durfte der Verein neben zahlreichen Mitgliedern und Gemeindevertretenden auch zwei ausgewiesene Humor-Experten begrüssen.

Unterstützung mit Herz im Alltag

«Ein Funken Glück und ein Lächeln in den Alltag bringen» – so beschreibt Vermittlerin Karin Ziegler die Arbeit der rund 40 Betreuungspersonen. Im Jahr 2025 konnten sie die Lebensqualität von insgesamt 85 Menschen mit Unterstützungsbedarf verbessern.

Rund zwei Drittel der betreuten Personen waren Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Demenz. Sie benötigten Unterstützung im Alltag, litten unter Einsamkeit oder befanden sich in palliativen Lebenssituationen. Ein zentraler Aspekt der Arbeit ist zudem die Entlastung pflegender Angehöriger. Diese sind auf die Unterstützung angewiesen, um Kraft für ihre anspruchsvolle Betreuungsarbeit zu schöpfen.

Hilfe für Familien in herausfordernden Situationen

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Unterstützung von Familien. Dabei handelte es sich mehrheitlich um die Betreuung von Kindern im Autismus-Spektrum oder mit anderen Beeinträchtigungen. Auch in Situationen, in denen ein Elternteil durch Krankheit – etwa Long Covid oder Depressionen – oder nach einem Unfall eingeschränkt war, leisteten die Betreuungspersonen wertvolle Unterstützung.

Die meisten Einsätze wurden 2025 in Rapperswil und Schmerikon erbracht.

Anerkennung durch die Gemeinden

Der Schmerkner Gemeindepräsident Félix Brunschwiler dankte im Namen aller Gemeinden des Linthgebiets für die wichtige Arbeit des Entlastungsdienstes – insbesondere auch dem ehrenamtlich tätigen Vorstand. Er wies darauf hin, dass es angesichts steigender Gesundheitskosten eine Herausforderung gewesen sei, alle Gemeinden für eine einheitliche finanzielle Unterstützung zu gewinnen. Umso grösser sei die Wertschätzung für die geleistete Arbeit des Vereins.

Beat Hänni alias «Till Heiter». Bild: zVg

Humor als Schlüssel zum Wohlbefinden

Im Anschluss an den offiziellen Teil sorgte Beat Hänni alias «Till Heiter» mit einem humorvollen Referat für beste Unterhaltung. Er betonte, dass jeder Mensch über Humor verfüge – bei manchen müsse dieser jedoch erst wieder zum Vorschein gebracht werden. Humor, so Hänni, sei ein wichtiger Faktor für das geistige und körperliche Wohlbefinden.

Auch der zweite Gast, Ulrich Fey, unterstrich die Bedeutung von Humor – insbesondere im Umgang mit demenziell veränderten Menschen. Als «Clown Albert» besucht er Seniorinnen und Senioren in Pflegeheimen und findet mit Gesang, Pfeifen und roter Clownsnase schnell Zugang zu ihnen. Mit eindrücklichen und zugleich heiteren Geschichten aus seinem Alltag begeisterte er die Anwesenden.

Gute Stimmung zum Abschluss

Die Teilnehmenden verliessen die Versammlung sichtlich gut gelaunt – und mit der Erkenntnis, dass Humor und Menschlichkeit zentrale Bestandteile einer gelingenden Betreuung sind.

www.entlastung-linth.ch

Verein Entlastungsdienst Linthgebiet / Redaktion Linth24
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