Ruhiges Schadenjahr für GVSG
Der Wind kann sanft sein oder stürmisch ausfallen. Im Jahr 2025 zeigte er sich im Kanton St.Gallen meist von seiner milderen Seite. Zwar brachte er punktuell Bewegung ins Schadenjahr, insgesamt blieb es jedoch ruhig. Gleichzeitig erinnert der Wind daran, dass sich die Rahmenbedingungen stetig verändern – durch klimatische Entwicklungen, technologische Fortschritte und neue gesellschaftliche Erwartungen. Diese Dynamik hat die Gebäudeversicherung St.Gallen (GVSG) dazu bewogen, den Wind zum Leitmotiv ihres Geschäftsberichts 2025 zu machen. Denn erst, wenn der Wind richtig aufdreht, zeigt sich, wie wichtig vorausschauendes Handeln ist.
Schadensumme unter langjährigem Durchschnitt
Die Schadensumme aus Brand- und Elementarschäden belief sich 2025 auf CHF 29.7 Mio. und lag damit unter dem langjährigen Durchschnitt. Namentlich im Bereich der Elementarschäden blieb die Belastung deutlich unter dem Mittelwert. Gleichzeitig konnte die GVSG dank des sehr guten Anlageergebnisses ihre Schwankungsrückstellungen um CHF 76.9 Mio. erhöhen und einen Ertragsüberschuss von CHF 29.6 Mio. erzielen.
Kleinere Sturmereignisse prägten Schadenjahr
Auch wenn das Jahr insgesamt ruhig verlief, liess der Wind ab und an aufhorchen. Mehrere lokale Sturmereignisse führten über das Jahr verteilt zu Gebäudeschäden. Insgesamt verursachten diese eine Summe von CHF 1.85 Mio. und stellten damit den grössten Anteil der Elementarereignisse dar. Die Gesamt-Elementarschadensumme belief sich auf CHF 4.8 Mio. und lag damit deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von CHF 14.8 Mio. Eine tiefere Elementarschadensumme verzeichnete die GVSG letztmals im Jahr 1998.
Die wichtigsten Sturmereignisse im 2025:
| Ereignis | Anzahl Fälle | Schaden-Summe |
| Sturmwind vom 6. und 9. Januar | 250 | CHF 0.56 Mio. |
| Sturmwind und Hagel vom 15. Juni | 210 | CHF 0.59 Mio. |
| Sturmwind und Überschwemmung vom 4. Juli | 80 | CHF 0.45 Mio. |
| Sturmwind vom 23. Oktober | 140 | CHF 0.41 Mio. |
«Ein ruhiges Schadenjahr gibt uns die Chance, unsere Leistungen für die Versicherten laufend weiterzuentwickeln», sagt Direktor Lukas Summermatter.
Brandereignisse beeinflussten Schadenvolumen
Die Anzahl der Brandschäden fiel unterdurchschnittlich aus: Seit 1961 war sie nicht mehr so tief. Anders die Schadensumme von CHF 24.9 Mio., die über dem langjährigen Mittel lag. Ausschlaggebend dafür waren einzelne grosse Brandereignisse, die das Schadenvolumen massgeblich prägten.
Prävention und Feuerwehrwesen bleiben zentral
Mit ihrem dreifachen Auftrag «versichern, schützen und löschen» investierte die GVSG weiterhin stark in Prävention und Intervention. Insgesamt unterstützte sie im Jahr 2025 verschiedene Massnahmen mit über CHF 9.8 Mio. Ein wesentlicher Teil dieser Mittel floss in die Löschwasserversorgung sowie in die Unterstützung der Feuerwehren im Kanton. Weitere Beiträge wurden für bauliche Brandschutzmassnahmen sowie für Schutzmassnahmen gegen Naturgefahren ausgerichtet.
Überprüfung der Finanzstrategie
Ausserdem überprüfte die GVSG ihre langfristige Finanzstrategie umfassend und justierte ihre Rückversicherungs-, Prämien-, Reserven- und Anlagestrategie neu. Damit stellt sie sicher, auch künftig eine starke Partnerin für ihre Versicherten zu bleiben – selbst wenn der Wind mal stärker weht. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Digitalisierung der Kundenschnittstellen. Mit dem Projekt «Digitaler Schaden-Workflow» arbeitet die GVSG daran, Schadenmeldungen in Zukunft vollständig digital abzuwickeln und den Austausch mit ihren Versicherten weiter zu vereinfachen.
Der Geschäftsbericht 2025 ist publiziert unter gb25.gvsg.ch.
GVSG: Gemeinsam sichern wir unsere LebensRäume
Gemeinsam mit ihren Partnern schützt die Gebäudeversicherung St.Gallen (GVSG) ihre Kundinnen und Kunden vor Brand- und Naturgefahren und unterstützt sie im Schadenfall. Dazu setzt sie sich für die Schadensverhütung sowie fürs Feuerwehrwesen ein und bietet Versicherungsschutz im Ereignisfall. Als selbständiges öffentlich-rechtliches Unternehmen beschäftigt sie 55 hauptberufliche und 160 nebenberufliche Mitarbeitende.