Der Bund bestellte bereits am 5. August 2020 erste 4,5 Millionen Dosen des Moderna-Impfstoffs – noch vor dessen Zulassung. Bis zum Ende der Pandemie kaufte die Schweiz insgesamt 31 Millionen Dosen der mRNA-Impfung.
Der Preis lag bei 32 Dollar pro Dosis. Insgesamt bezahlte die Schweiz laut Bundesamt für Gesundheit (BAG) etwas mehr als 980 Millionen Dollar – umgerechnet knapp 900 Millionen Franken.
Novavax deutlich günstiger
Günstiger waren die später bestellten Novavax-Impfstoffe. Diese kosteten 22 Dollar pro Dosis. Für eine Million Dosen zahlte der Bund rund 22 Millionen Dollar, etwa 20 Millionen Franken.
Die Zahlen wurden erst jetzt bekannt. Mehrere private Beschwerdeführer hatten vor Bundesverwaltungsgericht erfolgreich auf Offenlegung geklagt. Das BAG hatte sich jahrelang dagegen gewehrt.
Schweiz übernahm Haftungsrisiken
Die veröffentlichten Verträge zeigen auch: Die Schweiz machte den Herstellern weitreichende Zugeständnisse. Der Bund verpflichtete sich, Firmen bei möglichen Impfschäden finanziell zu entschädigen.
Solche Regelungen seien bei Pandemien international üblich, schreibt das BAG. Bisher seien keine Forderungen der Hersteller eingegangen.
Weitere Verträge geschwärzt
Weitere Verträge mit Pfizer, Janssen, AstraZeneca und CureVac bleiben weiterhin teilweise geschwärzt.