Wie naturschutz.ch schreibt, fassen acht Studien einige der neuen Erkenntnisse der letzten Monate in der Klimaforschung zusammen.
1. Globale Erwärmung seit 2015 beschleunigt
Die globale Durchschnittstemperatur steigt – aber nicht gleichmässig. Eine neue Analyse des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) belegt erstmals statistisch signifikant, dass sich die Erwärmung seit 2015 beschleunigt hat. Die Forschenden um Grant Foster und Stefan Rahmstorf haben dabei aus den globalen Temperaturdaten bekannte natürliche Schwankungen, etwa den Einfluss von El Niño, Vulkanausbrüchen oder solaren Zyklen, herausgerechnet. Was übrig blieb, ist das reine Signal der menschengemachten Erwärmung.
Das Ergebnis: In den vergangenen zehn Jahren lag die Erwärmungsrate bei rund 0,35°C pro Jahrzehnt. Zum Vergleich: Zwischen 1970 und 2015 waren es noch knapp 0,2°C pro Jahrzehnt. Damit ist das aktuelle Erwärmungstempo höher als in jedem vergleichbaren Zeitraum seit Beginn der Messungen 1880. Die Studie basiert auf fünf grossen Temperaturdatensätzen (NASA, NOAA, HadCRUT, Berkeley Earth, ERA5) und ist robust gegenüber verschiedenen Auswertungsmethoden.
Die Ursachen dieser Beschleunigung hat die Studie nicht untersucht. Klar ist aber: Setzt sich der Trend fort, würde die 1,5-Grad-Grenze des Pariser Abkommens langfristig vor 2030 überschritten.