Am Mittwochmorgen bot sich in Oberrieden ein ungewohntes Bild: Eine Fahrspur der Seestrasse gesperrt, ein grosser Kran bereitgestellt, neugierige Anwohner am Strassenrand. Der Grund: Die «Seekuh», das bekannte Mähboot des Kantons Zürich, wurde verladen und verabschiedet.
Mähdienst in der Romandie
Nach mehr als 40 Jahren im Einsatz am Zürichsee erhält das Boot eine neue Aufgabe. Die interkommunale Vereinigung Épuration Région Morgienne (ERM) aus der Region Morges hat die Seekuh übernommen. Künftig wird sie im Genfersee Unterwasserpflanzen mähen.
Bessere Wasserqualität
In den 1980er-Jahren war die Seekuh noch während rund zwei Monaten pro Jahr im Einsatz. Zuletzt waren es nur noch zwei Tage jährlich. Der Grund: Die Wasserqualität im Zürichsee hat sich deutlich verbessert. Früher gelangten Phosphate aus Waschmitteln ins Wasser und förderten das Wachstum von Unterwasserpflanzen. Heute ist das nicht mehr der Fall – die Seekuh wurde zunehmend überflüssig.