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09.04.2026
09.04.2026 06:01 Uhr

Moschee-Projekt in Siebnen gestoppt

Hier sollte ein islamisches Kulturzentrum entstehen.
Hier sollte ein islamisches Kulturzentrum entstehen. Bild: Andreas Knobel
Der geplante Bau eines islamischen Kulturzentrums in Siebnen ist aufgrund von grosser Opposition in der Bevölkerung gescheitert – noch bevor rechtliche Entscheide vorlagen. Dies schreibt die «Linth-Zeitung».

Die Albanisch-Islamische Gemeinschaft (AIG) wollte das Läuffer-Haus an der Glarnerstrasse kaufen und darin ein Kulturzentrum mit Restaurant und Gebetsraum einrichten. Gemeinde Schübelbach und Teile der Bevölkerung reagierten jedoch mit Misstrauen.

SVP mobilisierte

Die Gemeinde verlangte eine Erwerbsbewilligung und äusserte Zweifel an finanzieller und ideologischer Unabhängigkeit der AIG. Wie die «Linth-Zeitung» schreibt, mobilisierte parallel die SVP mit einer Petition über 5000 Unterschriften gegen das Projekt.

Ängste und politische Dynamik

Kritiker befürchteten Verkehrsprobleme, Lärmbelastung sowie negative Auswirkungen auf Sicherheit, Lebensqualität und Immobilienwerte. Viele dieser Punkte wären jedoch erst in späteren Bewilligungsverfahren relevant geworden. Dennoch führte die aufgeheizte Stimmung dazu, dass die AIG das Vorhaben aufgab.

Projekt endgültig vom Tisch

Die AIG verzichtet auf den Kauf der Liegenschaft. Das Gebäude wird stattdessen an einen lokalen Käufer verkauft, vermutlich mit neuer Nutzung. Die Gemeinschaft dürfte künftig eine weniger öffentlich diskutierte Lösung suchen.

Thomas Renggli
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