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Leserbrief
Uznach
08.04.2026
09.04.2026 13:59 Uhr

Schulmodell in der Krise

Bild: Linth24
Roland Leuenberger äussert Besorgnis zur Situation an der Schule Uznach und fordert Sorgfalt bei der Neubesetzung der Schulleitung sowie mehr Klarheit bei Führung und Schulklima.

Roland Leuenberger schreibt:

Mit grossem Interesse, aber auch mit wachsender Besorgnis, habe ich die Artikel zur Situation an der Schule Uznach gelesen. Die Vorfälle an der Schule Uznach und die aufgeworfenen Fragen rund um Führung, Vertrauen und Schulklima sind ernst zu nehmen. Gerade deshalb ist es entscheidend, dass die anstehende personelle Weichenstellung für die Neubesetzung der Stelle des Rektors mit der nötigen Sorgfalt und Transparenz erfolgt.

Mich irritiert die Aussage des Gemeindepräsidenten, es sei alles nur ein Trend in der Gesellschaft und es seien vor allem die Eltern, die man in die Pflicht nehmen sollte. Dass es vor allem der hohe Migrationshintergrund sei, greift für mich ebenfalls zu kurz.

Grenzen des Schulmodells

Mir scheint, dass die Politik das Scheitern des Integrativen Schulmodels, das mehr und mehr an seine Grenzen kommt, nicht eingestehen will. Die Lehrerinnen und Lehrer setzen die Pläne so gut es geht um, die ihnen die Politik vorgibt, nur muss man ihnen auch den Rücken stärken, wenn es darum geht, Disziplin in der Schule durchzusetzen.

In unserer Leistungskultur ist es wichtig, die Jugend auf das Erwachsenenleben vorzubereiten und jene zu stärken, welche eine hohe Lernbereitschaft zeigen. Die Chancengleichheit lässt sich nur umsetzen, wenn die Schüler diese Lernbereitschaft zeigen.

Klare Linie und Niveau gefordert

Fehlt diese, braucht es eine klare Führung und Kommunikation der Schulleitung, wie man Problemfälle löst und wie die Eltern in die Pflicht genommen werden. Dies muss die Schulleitung konsequent und klar kommunizieren.

Wir leben nach wie vor in einer leistungsorientierten Gesellschaft, die auf einer gewissen Disziplin aufbaut. Es darf nicht sein, dass wir das Niveau an die Schwächsten anpassen und dafür die Starken schwächen.

Roland Leuenberger, Uznach
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