Home Region Sport Schweiz/Ausland Rubriken Agenda
Eishockey
04.04.2026
06.04.2026 22:39 Uhr

Der ZSC in Davos spät geschlagen

Hält den ZSC im Spiel, doch beim dritten Gegentreffer sieht Simon Hrubec nicht gut aus.
Hält den ZSC im Spiel, doch beim dritten Gegentreffer sieht Simon Hrubec nicht gut aus. Bild: Fritz Leuzinger
Zum Start des Halbfinals machen die ZSC Lions in Davos ein 0:2 wett und scheinen im Schlussdrittel auf der Überholspur. Doch dann kassieren sie die entscheidenden Treffer zur 2:4-Niederlage.

In einem fulminanten Startdrittel, in dem beide Teams nur den Vorwärtsgang kennen, legen die Davoser vor. In der 6. Minute profitiert Stransky von einem Lehtonen-Fehler und einer überraschend von der Bande abspringenden Scheibe hinter dem Zürcher Tor – Tambellini übernimmt und bedient den Tschechen, der ins offene Tor trifft.

Zürcher kurz geschockt

Der ZSC wirkt kurz geschockt, findet danach aber ins Spiel zurück. Beide Teams drücken aufs Tempo, Zögern gibt es nicht. Die beste Ausgleichschance vergibt Balcers in der 19. Minute, als er alleine an Aeschlimann scheitert.

Viele Strafen im Mitteldrittel

Ein zerfahrenes Mitteldrittel mit vielen Strafen bringt den ZSC zunächst weiter in Bedrängnis. Die Zürcher suchen ihre Balance, lassen zu grosse Räume offen und werden dafür bestraft: Zadina erhöht per Penalty auf 2:0, nachdem Frödén den Davoser nur noch regelwidrig stoppen kann.

1:2 statt 0:3

ZSC-Goalie Hrubec hält die Zürcher mit starken Paraden im Spiel, Kukan verhindert gar das mögliche 0:3 in extremis. 8,5 Sekunden vor der Pause keimt dann Hoffnung auf: Baltisberger lenkt einen Kukan-Schuss im Powerplay zum 1:2 ab – plötzlich ist wieder alles offen.

Im Schlussdrittel gleitet der Puck zunächst weiterhin für die Zürcher. Baltisberger trifft in der 43. Minute mit seinem zweiten Tor zum Ausgleich. Nun scheint das Spiel endgültig zu kippen – zumal die Lions zu hochkarätigen Chancen auf die Führung kommen.

Knak für den HCD aus dem Nichts

Doch die Geschichte dieses hochklassigen Spiels hat kein Happy End für den ZSC. In der 57. Minute erwischt Knak ZSC-Goalie Hrubec aus der Halbdistanz zum 3:2. Es ist ein Tor quasi aus dem Nichts. Doch es ist die Entscheidung. In der Schlussminute setzt Stransky mit einem Treffer ins leere Tor den Schlusspunkt.

Hoffen auf Andrighetto

Damit ist die Serie lanciert – und der HCD legt vor. Doch die ersten 60 Minuten dieses Halbfinals lassen erahnen, dass noch viel Drama auf das Publikum warten dürfte. Und spätestens, wenn bei den ZSC Lions Sven Andrighetto zurückkehrt, werden die Karten nochmals neu gemischt.

Telegramm

HC Davos – ZSC Lions 4:2 (1:0, 1:1, 2:1)

Zondacrypto Arena, Davos
6'547 Zuschauer (ausverkauft).

Schiedsrichter: Borga/Stricker, Schlegel/Bachelut.

Tore: 6. Stránský (Tambellini, Fora) 1:0. 25. Zadina 2:0 (Penalty). 40. (39:51) Baltisberger (Kukan/Powerplaytor) 2:1. 43. Baltisberger (Sigrist, Marti) 2:2. 57. Knak (Kessler, Egli) 3:2. 60. (59:27) Stránský (Ryfors) 4:2 (ins leere Tor).

Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen HC Davos, 3-mal 2 Minuten gegen ZSC Lions.

PostFinance-Topskorer: Stránský; Malgin.

HC Davos: Aeschlimann; Frick, Dahlbeck; Andersson, Jung; Fora, Barandun; Guebey, Gross; Stránský, Ryfors, Tambellini; Aebli, Asplund, Zadina; Frehner, Waidacher, Kessler; Knak, Egli, Parrée.

ZSC Lions: Hrubec; Kukan, Lehtonen; Weber, Marti; Trutmann, Geering; Schwendeler; Balcers, Malgin, Schreiber; Frödén, Lammikko, Denis Hollenstein; Rohrer, Grant, Riedi; Baltisberger, Sigrist, Baechler; Gruber.

Bemerkungen: Davos ohne Corvi, Gredig, Luca Hollenstein, Nussbaumer (alle verletzt), Claesson, Lemieux und Taponen (alle überzählige Ausländer), ZSC Lions ohne Andrighetto, Bader (beide verletzt) und Sundström (überzähliger Ausländer). ZSC Lions von 58:28 bis 59:27 ohne Torhüter.

Thomas Renggli
Demnächst