Der Feldhase war in der Schweiz lange weit verbreitet. In den vergangenen Jahrzehnten sind die Bestände jedoch deutlich gesunken. Wie Birdlife Schweiz schreibt, zeigen Zahlen aus dem Kanton Genf diese Entwicklung exemplarisch: Während in den 1960er Jahren noch rund 60 Tiere pro Quadratkilometer gezählt wurden, lag die Dichte 1991 bei knapp 5 und 2020 bei etwas mehr als 2 Individuen pro Quadratkilometer.
Der Rückgang stehe stellvertretend für die Situation vieler Arten im Kulturland, deren Lebensbedingungen sich stark verändert hätten.
Lebensraum wird knapper
Feldhasen bevorzugen offene, strukturreiche Landschaften. Dazu gehören Flächen mit Hecken, Feldgehölzen, Brachen und anderen Rückzugsräumen. Solche Strukturen sind gemäss Birdlife in der heutigen Landwirtschaft vielerorts selten geworden.
Die Intensivierung der Nutzung sowie die Vereinheitlichung von Anbauflächen würden dazu führen, dass geeignete Lebensräume zunehmend fehlen. Dies wirke sich nicht nur auf den Feldhasen aus, sondern auch auf zahlreiche andere Tier- und Pflanzenarten.