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Rapperswil-Jona
03.04.2026
03.04.2026 11:44 Uhr

Ein Abend des Dienens

Pfarrer Andreas Schönenberger bei der Abendmahlmesse in der St. Franziskuskirche Kempraten.
Pfarrer Andreas Schönenberger bei der Abendmahlmesse in der St. Franziskuskirche Kempraten. Bild: Markus Arnitz, Linth24
Die Abendmahlmesse in Kempraten wurde zu einem stillen Höhepunkt der Karwoche. Mit Fusswaschung, eindringlicher Predigt und einem gemeinsamen Agape-Mahl.

Kein lauter Anlass, kein festliches Auftrumpfen. Gerade darin lag die Kraft der Messe. In der St. Franziskuskirche in Kempraten versammelten sich Gläubige zur Abendmahlmesse am Gründonnerstag. Pfarrer Andreas Schönenberger und Diakon Robert Schätzle gestalteten einen Abend, der berührte, ohne sich aufzudrängen. Worte, Gesten und Stille griffen ineinander wie ein ruhiges Gespräch, das nachklingt.

  • Abendmahlmesse der Kirche St. Franziskus Kempraten am Gründonnerstag, 2. April 2026 Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Pfarrer Andreas Schönenberger heisst die Gläubigen willkommen. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Diakon Robert Schätzle mit Worten zum Gründonnerstag. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Besinnliche Stimmung an der Abendmahlmesse der Kirche St. Franziskus Kempraten am Gründonnerstag, 2. April 2026 Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • v.l. Diakon Robert Schätzle; Pfarrer Andreas Schönenberger. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Lesung aus der Bibel. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Besinnliche Stimmung an der Abendmahlmesse der Kirche St. Franziskus Kempraten am Gründonnerstag, 2. April 2026 Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Abendmahlmesse der Kirche St. Franziskus Kempraten am Gründonnerstag, 2. April 2026 Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Lesung aus der Bibel durch Robert Schätzle. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Abendmahlmesse der Kirche St. Franziskus Kempraten. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Abendmahlmesse der Kirche St. Franziskus Kempraten. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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Wenn der Priester kniet

Im Zentrum stand die traditionelle Fusswaschung. Eine Szene, die jedes Jahr vertraut wirkt und doch immer wieder neu trifft. Als die beiden Seelsorger niederknieten, wurde aus einem Ritual ein eindrückliches Zeichen.

In seiner Predigt nahm Diakon Robert Schätzle genau dieses Knien auf. Er sprach von einem Moment, der mehr ist als Symbolik: Jesus, der Meister, übernimmt die Rolle des Dienenden. Ein bewusster Schritt nach unten; weg von Macht, hin zum Mitmenschen. Das Knien werde so zu einem stillen Protest gegen Selbstüberhöhung und zu einer Einladung, Grösse neu zu denken. Nicht im Oben Stehen, sondern im Dienen. Man spürte: diese Gedanken trafen. Vielleicht, weil sie unbequem sind. Vielleicht, weil sie wahr sind.

  • Die Fusswaschung am Gründonnerstag ist ein zentrales, symbolisches Ritual im Christentum, das an das Letzte Abendmahl erinnert, bei dem Jesus seinen Jüngern die Füsse wusch. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Die traditionelle Fusswaschung am Gründonnerstag. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Ein Akt des Dienens und der Demut. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Nächstenliebe. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Pfarrer Andreas Schönenberger. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Musikalische Begleitung durch den Chor. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Solistin. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Abendmahlmesseder Kirche St. Franziskus Kempraten am Gründonnerstag, 2. April 2026 Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Abendmahlmesseder Kirche St. Franziskus Kempraten am Gründonnerstag, 2. April 2026 Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Abendmahlmesse der Kirche St. Franziskus Kempraten am Gründonnerstag. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Abendmahlmesse der Kirche St. Franziskus Kempraten am Gründonnerstag. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Abendmahlmesse der Kirche St. Franziskus Kempraten am Gründonnerstag. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Abendmahlmesse der Kirche St. Franziskus Kempraten am Gründonnerstag. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Abendmahlmesse der Kirche St. Franziskus Kempraten am Gründonnerstag. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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Der leere Altar

Zum Abschluss veränderte sich der Raum sichtbar. Der Altar wurde abgeräumt, Tücher und Schmuck entfernt. Was zuvor festlich war, wurde karg. Diese Leere erzählt ihre eigene Geschichte: von der Verlassenheit Jesu, von der Nacht seiner Gefangennahme, vom Beginn des Leidens.
Der Leib Christi wurde in die Gnadenkapelle getragen, wo er bis Ostern bleibt. Ein stiller Gang, der den Übergang markiert. Vom Mahl zur Passion.

 

  • Der Altar wird abgeräumt. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Der leere Altar am Gründonnerstag symbolisiert das Entblössen Jesu vor seiner Kreuzigung, seine Gefangennahme und das Ende des letzten Abendmahls. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Der Leib Christi auf dem Weg in die Gnadenkapelle durch Pfarrer Andreas Schönenberger. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Kurze Andacht. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Der Leib Christi in der Gnadenkapelle. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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Gemeinschaft am Tisch

Beim anschliessenden Agape-Mahl wurde diese Haltung konkret. Essen teilen, beisammen sein, einander begegnen.  Schlicht und doch voller Bedeutung. Kein üppiges Fest, sondern ein bewusstes Innehalten. Ein Miteinander, das nicht viel braucht, ausser Offenheit.

Ein Abend, der bleibt

Wer an diesem Abend dabei war, nahm mehr mit als Worte. Es waren Bilder: kniende Seelsorger, geteiltes Brot, ein leerer Altar. Zeichen, die nachwirken. Leise, aber eindringlich.

 

Markus Arnitz, Linth24
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