Ostern ist Hochsaison für Eier. Coop und Migros melden jeweils einen deutlichen Nachfrageanstieg in den Wochen vor den Feiertagen. Besonders gefragt sind Freilandeier, deren Nachfrage in den vergangenen Jahren stark gewachsen ist. Die Detailhändler rechnen zwar nicht mit einem flächendeckenden Mangel, kurzfristige Lücken in den Regalen sind aber möglich.
Grösserer Konsum
Auch der Konsum insgesamt nimmt zu: Zwischen 2023 und 2024 stieg der Pro-Kopf-Verbrauch laut Bundesamt für Landwirtschaft von 188 auf 198 Eier. Für 2025 erwartet der Branchenverband Gallosuisse erneut einen Anstieg, wie der «Schweizer Bauer» berichtet.
Produktion kommt nicht hinterher
Die Schweizer Produzenten haben ihre Produktion zwar erhöht – auf rund 1,2 Milliarden Eier jährlich. Doch neue Ställe benötigen Jahre, und strengere Platzvorschriften verhindern eine schnelle Ausweitung. Besonders im Winterhalbjahr, wenn die Nachfrage steigt, wird das zum Problem.
Detailhändler setzen auf Importe
Um Engpässe zu vermeiden, greifen Detailhändler vor Ostern vermehrt auf Importware zurück. Coop, Migros und Lidl Schweiz rechnen mit punktuellen Lücken, gehen aber davon aus, dass genügend Alternativen verfügbar sind.
Trotz der angespannten Lage erwarten die Händler derzeit keine deutlichen Preissprünge.