Wenige Wochen vor der Abstimmung distanziert sich Spuhler von der Vorlage der SVP. In der Samstagsrundschau sagt der Verwaltungsratspräsident von Stadler Rail, die Initiative sei «zu scharf und zu extrem». Damit sorgt er für Unruhe im bürgerlichen Lager.
Gegen starre Deckelung
Zwar könne die Schweiz nicht dauerhaft 80'000 Zuwanderer pro Jahr aufnehmen. Doch eine starre Deckelung auf zehn Millionen Einwohner gefährde Wirtschaft, Forschung und Gesundheitswesen, die auf Fachkräfte aus der Europäische Union angewiesen seien.
Bilaterale nicht riskieren
Spuhler warnt zudem vor Risiken für die bilateralen Verträge und den freien Personenverkehr. Gleichzeitig fordert er, vorhandene Spielräume konsequenter zu nutzen – auch wenn dies Konflikte mit Brüssel bedeute. «Wir sollten nicht immer der Musterschüler sein», so Spuhler.
Auch bei Neutralität nicht auf Parteilinie
Nicht nur bei der Zuwanderung steht Spuhler quer zur SVP. Auch die Neutralitätsinitiative überzeugt ihn nicht. Sanktionen gegen Russland hält er trotz wirtschaftlicher Nachteile für richtig.
Trotzdem parteitreu
Trotz Differenzen betont Spuhler seine Parteitreue: Die SVP sei eine Volkspartei mit unterschiedlichen Flügeln. «Ich bin SVP – und ich stehe zur SVP.»