Ein Heimspiel mit viel Gefühl: Für ihr neues Musikvideo kehrt die Künstlerin Linda Fäh nach Benken zurück. Dorthin, wo ihre Wurzeln liegen. Im Gespräch erzählt sie, warum sie neu Mundart singt, wie sie Familie und Karriere vereint und weshalb gerade die kleinen Momente den grössten Einfluss auf ihre Musik haben.
Linth24: Linda, Dein erstes Mundart-Video wurde in Benken gedreht. Wie ist das für dich – zu Hause zu drehen und nicht in St. Moritz oder Zürich?
Linda Fäh: Es ist wunderschön. Es fühlt sich echt und authentisch an. Für mich ist das wirklich Heimat, ich fühle mich hier zu Hause. Ich treffe überall bekannte Leute, wenn ich für das Musikvideo unterwegs bin. Man spürt sofort die Unterstützung vom ganzen Dorf. Ich habe alles selbst organisiert, zusammen mit meinem Team, weil ich die Leute hier natürlich am besten kenne. Ich habe im Voraus alle persönlich angefragt, ob sie mitmachen würden.
Zum Beispiel Marco Beer, ein ehemaliger Nachbar von mir, der den Oldtimer-Traktor gefahren ist. Oder auch der Bauernhof von Peter Kühne wo wir unglaublich herzlich empfangen wurden. Das erinnert mich fast an 2009, als ich Miss Schweiz wurde und ebenfalls so herzlich aufgenommen wurde.
Wieso jetzt Mundart? Was ist die Motivation, plötzlich Dialekt zu singen?
Das ist ein Prozess, der sich in den letzten Jahren entwickelt hat. Als Künstlerin habe ich immer den Anspruch, mich weiterzuentwickeln. Nach über 15 Jahren im Musikbusiness, mit starkem Fokus auf Deutschland und Songwriting, hat sich vieles verändert. Vor allem in den letzten drei Jahren, seit ich Mutter geworden bin. Ich bin viel mehr bei mir selbst angekommen. Heimatverbundenheit und Bodenständigkeit haben für mich einen ganz neuen Stellenwert bekommen.
Diese festen Mami-Tage jede Woche erden mich extrem. Sie zeigen mir, was das echte Leben ausmacht. Zum Beispiel, wenn ich mit meinem Kind durchs Dorf gehe und wir plötzlich einen Vogel oder einen Schmetterling beobachten. All diese Eindrücke haben mich dazu gebracht zu sagen: Ich möchte auch musikalisch ganz in der Schweiz ankommen.