- Kolumne von Dr. Philipp Gut
Die häusliche Gewalt müsse bekämpft werden, betonen alle, von Linken über Bürgerliche bis zum Bundesrat. In der vergangenen Woche hätte der Nationalrat etwas dagegen tun können. Er stimmte über einen Vorstoss von Nina Fehr Düsel (SVP ZH) ab, der Opfer besser schützen will und bei Offizialdelikten im häuslichen Bereich eine obligatorische Landesverweisung vorsieht.
Denn ein Grossteil häuslicher Gewalt geht auf das Konto ausländischer Männer. Und auch Frauen. Letztere sind sogar gewalttätiger als Schweizer Männer.
Zeter und Mordio
Doch was machten all die Nationalräte, die bei jeder Gelegenheit Massnahmen und Millionen zugunsten der Opfer von häuslicher Gewalt fordern und noch im Dezember ein Riesengestürm machten und Zeter und Mordio schrien, als das Parlament zunächst nicht noch mehr Geld für wirkungslose «Sensibilisierungskampagnen» im öffentlichen Raum sprechen wollte?
Heuchelei stinkt zur Bundeshauskuppel
Man ahnt es: Jetzt, wo sie konkret und wirksam etwas gegen die Gewalt und für die Sicherheit von Frauen (und Männern) in den eigenen vier Wänden hätten unternehmen können, unterliessen sie es. Die Mehrheit von links bis zur FDP lehnte es ab. Man nennt das auch verweigerte Hilfeleistung.
«Offenbar hegt die Mehrheit viel Sympathie und Verständnis für Frauenschläger», kommentierte SVP-Nationalrätin Barbara Steinemann. Die Heuchelei auf dem Rücken der Opfer stinkt zur Bundeshauskuppel.