Kurz vor 10 Uhr am 11. März waren in der Region Linth, Zürichsee, Glarnerland zwei mächtige Knalle zu hören, sogar Glasscheiben klirrten. Wie Linth24 herausfand, wurde der Lärm von einem Überschallflug der Schweizer Luftwaffe verursacht. Ein Jet des Typs McDonnell Douglas F/A‑18 Hornet durchbrach während «einer realen Luftpolizei-Mission» die Schallmauer. Dabei kontrollierte die Schweizer Luftwaffe ein ausländisches Regierungsflugzeug, das durch den Schweizer Luftraum flog.
Zwei Druckwellen
Was zu hören und spüren war, ist typisch für Überschallknalle: Es gibt zwei Druckwellen, die vom Bug und vom Heck des Jets herrühren und deshalb als Doppelknall wahrgenommen werden – je nach Entfernung und Gelände manchmal leicht zeitversetzt. In solchen Fällen ist bekannt, dass Fenster, Türen und Boden spürbar vibrieren. Der Doppelknall wurde in der Region Zürichsee, Rapperswil‑Jona, Zug und Einsiedeln stark gespürt.
Warum so heftig
Wenn ein Jet in etwa 10 bis 15 km Höhe die Schallmauer durchbricht, entsteht eine Stosswelle, die sich über viele Kilometer ausbreitet. In bestimmten Wetterlagen kann sie sich sogar fokussieren – dann fühlen sich Häuser kurz wie bei einer Explosion an. Aus diesem Grund berichten bei solchen Überschallknalle viele Leute, es hätten Fenster oder Türen gezittert und das Haus habe kurz gebebt.