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12.03.2026
12.03.2026 11:42 Uhr

TCS See-Gaster wächst weiter

Gut besuchte Mitgliederversammlung der TCS Regionalgruppe See-Gaster im Kupfentreff in Kaltbrunn.
Gut besuchte Mitgliederversammlung der TCS Regionalgruppe See-Gaster im Kupfentreff in Kaltbrunn. Bild: Markus Arnitz, Linth24
Die Regionalgruppe See-Gaster des TCS blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Mehr Familien treten bei. Auch politisch stand Mobilität im Fokus der Versammlung.

Präsident Vito Leo durfte an der Mitgliederversammlung der TCS-Regionalgruppe See-Gaster im Kupfentreff in Kaltbrunn zahlreiche Mitglieder begrüssen. Die Versammlung zeigte einmal mehr, dass die Regionalgruppe in der Region fest verankert ist.

Besonders erfreulich: Die Mitgliederzahlen entwickeln sich positiv. Vor allem Familien entdecken den Touring Club Schweiz zunehmend für sich. Diese Entwicklung wertete der Vorstand als klares Zeichen, dass Mobilitätsthemen und die Dienstleistungen des TCS für viele Haushalte weiterhin eine wichtige Rolle spielen.

Rechnung & Budget angenommen, Vorstand bestätigt

Die statutarischen Geschäfte gingen zügig über die Bühne. Die Jahresrechnung 2025 sowie das Budget 2026 wurden von den anwesenden Mitgliedern einstimmig genehmigt. Auch personell setzt die Regionalgruppe auf Kontinuität: Der bisherige Vorstand wurde geschlossen im Amt bestätigt. Damit bleibt die Führung der Regionalgruppe unverändert.

Die Mitglieder dürfen sich zudem weiterhin auf ein abwechslungsreiches Jahresprogramm freuen. Die Regionalgruppe organisiert regelmässig Ausflüge, Informationsanlässe und Treffen, welche den Austausch unter den Mitgliedern fördern.

  • Vito Leo, Präsident TCS-Regionalgruppe See-Gaster. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Beispiel und Rückblick auf einen Event im früheren Jahresprogramm. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Jahresprogramm 2026. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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  • Thomas Pfister, Geschäftsführer der TCS-Sektion St. Gallen–Appenzell I.Rh. Bild: Markus Arnitz, Linth24
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Mobilität im Wandel

Für den inhaltlichen Akzent sorgte ein Gastreferat von Thomas Pfister, Geschäftsführer der TCS-Sektion St. Gallen–Appenzell I.Rh. Er überbrachte die Grüsse des Sektionspräsidenten und stellte die aktuelle Entwicklung der Mobilität in einen grösseren Zusammenhang.

Mobilität sei historisch gesehen nie selbstverständlich gewesen – vom nomadischen Überleben bis zum Auto als Symbol für Freiheit und Wohlstand. Heute stehe die Gesellschaft erneut vor einem Wandel. Visionen wie Hyperloop oder Drohnen sorgten zwar für Aufmerksamkeit. Gleichzeitig seien sich laut Umfragen rund 90 Prozent der Bevölkerung einig: Das Auto bleibe unverzichtbar.

Stau als grösste Herausforderung

Als grösstes Problem bezeichnete Pfister die zunehmenden Verkehrsstaus. Die Ablehnung der STEP-Vorlage am 24. November 2024 habe zudem zu einem Ungleichgewicht geführt. Während künftig rund 24 Milliarden Franken in den Bahnausbau investiert würden, stünden für Strassen lediglich rund vier Milliarden zur Verfügung. Pfister plädierte deshalb für einen ausgewogenen Ausbau aller Verkehrsträger.

Wichtige Projekte für die Region

Gerade für die Ostschweiz seien mehrere Infrastrukturprojekte entscheidend. Dazu gehörten die dritte Röhre Rosenberg mit Anschluss an den Güterbahnhof, eine zweite Röhre in Schaffhausen sowie weitere Entlastungsprojekte im Raum St. Gallen. Ohne solche Lösungen drohten massive Verkehrsprobleme. In der Stadt St.Gallen sind jetzt 80'000 Fahrzeuge auf der Stadtautobahn täglich unterwegs. Ohne den dritten Tunnel Rosenberg müssten 40'000 Fahrzeuge sich täglich durch die Stadt St.Gallen zwängen. Tunnel seien dabei die sicherste Lösung. Das gelte auch für die Tunnellösung in Rapperswil-Jona.

Blick auf die Abstimmung

Zum Schluss appellierte Pfister an die Solidarität innerhalb der Region. Besonders mit Blick auf die Abstimmung vom 14. Juni 2026 über den Stadttunnel Rapperswil-Jona sei die Unterstützung wichtig. Mit einem Dank an die Mitglieder der Regionalgruppe See-Gaster beendete er seinen Vortrag und setzte damit einen verkehrspolitischen Akzent an einer Versammlung, die ansonsten vor allem von Stabilität und Wachstum geprägt war.

Wie in jedem Jahr schloss der Abend mit einem gemütlichen Nachtessen, gekocht und serviert durch das Restaurant Speer und mit dem traditionellen Lotto.

 

Markus Arnitz, Linth24
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