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Schweiz
08.03.2026
08.03.2026 13:31 Uhr

Ja zur Individualbesteuerung

Bei der Volksabstimmung über die Individualbesteuerung setzt sich das Ja-Lager durch.
Bei der Volksabstimmung über die Individualbesteuerung setzt sich das Ja-Lager durch. Bild: Gemeinde Fällanden
Die Individualbesteuerung wird vom Schweizer Stimmvolk angenommen. Die jüngsten Hochrechnungen sprechen von einem Ja-Stimmenanteil von 56 Prozent.

Bei der Abstimmung über die Einführung der Individualbesteuerung zeichnet sich ein Ja-Trend ab. Gemäss der neuesten Hochrechnung liegt der Ja-Anteil derzeit bei 56 Prozent.

Getrennte Bundessteuer

Die Vorlage sieht vor, dass Ehepartner künftig bei der direkten Bundessteuer getrennt veranlagt werden. Jede erwachsene Person müsste – wie heute bereits bei Konkubinatspaaren – eine eigene Steuererklärung ausfüllen.

Ende der Heiratsstrafe

Mit der Reform soll die sogenannte Heiratsstrafe abgeschafft werden. Heute werden Ehepaare gemeinsam besteuert, ihre Einkommen werden zusammengezählt. Dadurch können sie in eine höhere Steuerprogression rutschen und mehr direkte Bundessteuern zahlen als unverheiratete Paare mit gleichem Einkommen.

Referendum aus mehreren Lagern

Zur Abstimmung kam es, weil SVP, Mitte, EVP und EDU ein Referendum ergriffen und zusätzlich zehn Kantone das Kantonsreferendum unterstützten. Während Befürworter darin einen Schritt zu mehr Gleichstellung sehen, warnen Gegner vor mehr Bürokratie und möglichen neuen Ungleichheiten zwischen verschiedenen Familienmodellen.

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