Bei der Abstimmung über die Einführung der Individualbesteuerung zeichnet sich ein Ja-Trend ab. Gemäss der neuesten Hochrechnung liegt der Ja-Anteil derzeit bei 56 Prozent.
Getrennte Bundessteuer
Die Vorlage sieht vor, dass Ehepartner künftig bei der direkten Bundessteuer getrennt veranlagt werden. Jede erwachsene Person müsste – wie heute bereits bei Konkubinatspaaren – eine eigene Steuererklärung ausfüllen.
Ende der Heiratsstrafe
Mit der Reform soll die sogenannte Heiratsstrafe abgeschafft werden. Heute werden Ehepaare gemeinsam besteuert, ihre Einkommen werden zusammengezählt. Dadurch können sie in eine höhere Steuerprogression rutschen und mehr direkte Bundessteuern zahlen als unverheiratete Paare mit gleichem Einkommen.
Referendum aus mehreren Lagern
Zur Abstimmung kam es, weil SVP, Mitte, EVP und EDU ein Referendum ergriffen und zusätzlich zehn Kantone das Kantonsreferendum unterstützten. Während Befürworter darin einen Schritt zu mehr Gleichstellung sehen, warnen Gegner vor mehr Bürokratie und möglichen neuen Ungleichheiten zwischen verschiedenen Familienmodellen.