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Region
04.03.2026
03.03.2026 20:39 Uhr

Region bereitet Wachstum vor

Heidi Romer (Bildmitte), Präsidentin Region Zürichsee-Linth und Benkens Gemeindepräsidentin, bei einer Diskussion mit Workshop-Teilnehmern.
Heidi Romer (Bildmitte), Präsidentin Region Zürichsee-Linth und Benkens Gemeindepräsidentin, bei einer Diskussion mit Workshop-Teilnehmern. Bild: Region Zürichsee-Linth
Für die Raumentwicklung erarbeiten die Gemeinden der Region Zürichsee-Linth bis 2027 die Räumliche Strategie 2050 und einen regionalen Masterplan. Ein Workshop behandelte Wachstum.

Vor knapp 20 Jahren hat die Region Zürichsee-Linth mit der «Vision 2025» eine gemeinsame Grundlage für die Siedlungs- und Verkehrsentwicklung geschaffen. Seither haben sich die Rahmenbedingungen deutlich verändert: Bevölkerungswachstum, demografischer Wandel, Urbanisierung und neue gesetzliche Anforderungen machen eine Aktualisierung der regionalen Planungen notwendig.

Workshop-Diskussion unter anderem mit Weesens Gemeindepräsidentin Rhea Gisler (2.v.l.) und ihrer Schänner Amtskollegin Gabriela Tremp (3.v.l.). Bild: Region Zürichsee-Linth

Die neue Räumliche Strategie 2050 soll zusammen mit einem Masterplan klare Leitplanken für die langfristige Entwicklung setzen. Dabei stehen praxisnahe, realistische Ziele im Fokus. Der Kick-off erfolgte vor einem Jahr am Regio-Summit, einem Treffen der politischen Akteurinnen und Akteure aus den beteiligten Gemeinden. An der zweiten Auflage vom 26. Februar 2026 knüpften sie an die damaligen Diskussionen an und vertieften zentrale Fragen zu Wohnen, Arbeiten und Freizeitnutzungen.

In allen Themenfeldern spielte auch die verkehrliche Entwicklung eine wichtige Rolle. Gleichzeitig wurde die Bedeutung einer abgestimmten Entwicklung zwischen dem Regionalzentrum Rapperswil-Jona und den umliegenden Gemeinden betont – mit dem Ziel, das regionale Zusammengehörigkeitsgefühl weiter zu stärken.

Dita Leyh, Professorin Stadtentwicklung an der OST – Ostschweizer Fachhochschule, hielt ein Impulsreferat zum Thema Wachstum. Bild: Region Zürichsee-Linth

Impulse für Innenentwicklung und Identität

Einen inhaltlichen Rahmen setzte das Impulsreferat «Wachstum verstehen. Zukunft gestalten» von Dita Leyh, Professorin Stadtentwicklung an der OST – Ostschweizer Fachhochschule. Sie zeigte, dass die Region Zürichsee-Linth bis 2050 vor allem dort Potenzial hat, wo der öffentliche Verkehr schon gut ist. Rund um Bahnhöfe und wichtige Knoten können Gemeinden nach innen wachsen und gleichzeitig kurze Wege, durchmischte Quartiere und lebendige Ortskerne fördern.

Leyh machte deutlich, dass das erwartete Wachstum in der Agglomeration besonders dynamisch ist und neue Spannungen auslösen kann, etwa bei Bodenpreisen, Verkehr und dem Ortsbild. Ihre zentrale Botschaft: Wachstum braucht regionale Abstimmung und einen flexiblen Masterplan. Ziel ist nicht die maximale Dichte, sondern eine Entwicklung mit Qualität und eigener Identität.

Kaltbrunns Gemeindepräsidentin Daniela Brunner-Gmür (3.v.l.) und die Kantonsrätinnen Franziska Steiner-Kaufmann (2.v.l.) und Susann Helbling (4.v.l.) beim Diskutieren. Bild: Region Zürichsee-Linth

Ergebnisse liegen bis Anfang 2027 vor

Die Region Zürichsee-Linth wird die Ergebnisse der Workshops nun bündeln und in die weitere Ausarbeitung der Räumlichen Strategie 2050 und des Masterplans überführen. Bis Anfang 2027 sollen die Grundlagen vorliegen und als Orientierungsrahmen für die kommunalen Planungen dienen.

Zehn Gemeinden – eine Region

Der Verein Region Zürichsee-Linth vereint die zehn politischen Gemeinden im St.Galler Wahlkreis See-Gaster. Er fördert und koordiniert gemeinsame Aufgaben und Interessen sowie die räumliche Entwicklung der Gemeinden. Er setzt sich ein für eine nachhaltige Regionalentwicklung und stimmt diese auf die kantonalen Planungen ab. Mitglieder sind die Politischen Gemeinden Amden, Weesen, Schänis, Benken, Kaltbrunn, Gommiswald, Uznach, Schmerikon, Rapperswil-Jona und Eschenbach mit insgesamt über 70'000 Einwohnerinnen und Einwohnern. zuerichseelinth.ch

Region Zürichsee-Linth / Redaktion Linth24
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