Es war ein Auftritt der Extraklasse. Auf der berüchtigten Kandahar in Garmisch-Partenkirchen zeigte Marco Odermatt mit Startnummer 10 eine nahezu perfekte Fahrt. Im frühlingshaft weichen Schnee nahm der Nidwaldner dem zu diesem Zeitpunkt führenden Rogentin fast eine Sekunde ab – und setzte sich an die Spitze.
Monney verpasst Sieg um vier Hundertstel
Spannung kam erst mit Alexis Monney auf. Der Freiburger lag bei allen Zwischenzeiten vor Odermatt, verlor aber im letzten Streckenabschnitt entscheidende Zeit. Im Ziel fehlten ihm winzige vier Hundertstel. Trotzdem jubelte der 26-Jährige: Für ihn war es der erste Abfahrtspodestplatz der Saison – ein Befreiungsschlag.
Historischer Dreifachsieg
Mit Rogentin auf Rang drei feierte das Schweizer Team einen seltenen Erfolg. Zum dritten Mal in den letzten 30 Jahren belegte die Schweiz in einer Weltcup-Abfahrt sämtliche Podestplätze – nach Crans-Montana und Kvitfjell bereits der dritte Dreifachsieg dieser Generation.
Meilenstein für Odermatt
Für Odermatt war es der 54. Weltcupsieg seiner Karriere. Damit zog er mit Hermann Maier gleich. Zudem feierte der 28-Jährige sein 101. Podest – eine weitere Bestmarke in einer ohnehin beeindruckenden Laufbahn.