Das Weesner Gemeindehaus prägt Weesen seit über 50 Jahren. Es verbindet Verwaltung, Dienstleistungen und Wohnen an zentraler Lage. Nach dem Rückzug der Post per Ende Oktober 2025 bietet sich für die Gemeinde eine einmalige Chance: Die Gemeinde kann die restlichen 54 Prozent des Gemeindehauses übernehmen und damit Alleineigentümerin der wichtigen Liegenschaft werden. Heute besitzt die Gemeinde nur 46 Prozent und muss wichtige Räume für die Gemeindeverwaltung von der Post dauerhaft mieten.
Fairer Preis
Der Kaufpreis für den Post-Teil der Liegenschaft beträgt 1,15 Millionen Franken. Eine unabhängige Bewertung bestätigt den fairen Marktwert. Mit dem Kauf entfallen der Gemeinde jährliche Mietkosten von 18'000 Franken. Zusätzlich nimmt die Gemeinde aus der Vermietung jährlich 34'800 Franken pro Jahr ein.
Zukunft selbst gestalten
Gerade so wichtig für die Gemeinde ist, dass sie nach dem Kauf die Räume sinnvoll nutzen und ihre Angebote auch barrierefrei gestalten kann. Ziel ist gemäss Gemeinderat, dass das Gemeindehaus ein Ort der Begegnung bleibt. Es stärkt das Städtli und verbindet Dorfkern und See. Bei einer Ablehnung würde die Gemeinde die Möglichkeit verlieren, ihre Zukunft im Haus selbst zu gestalten.
Pragmatische Lösung
Stimmen die Weesner dem Kauf zu, folgt der Vertragsabschluss. Die Eigentumsübertragung ist per 1. Juli 2026 geplant. Danach prüft der Gemeinderat einfache eine Zwischennutzungen für die Räumlichkeiten der ehemaligen Poststelle. Er setzt dabei auf pragmatische und kostengünstige Lösungen. Über die langfristige Zukunft entscheidet das Stimmvolk später. Ein Sanierungs- oder Neubauprojekt kommt erneut an die Urne. Mit diesem Vorgehen, so der Gemeinderat «bleibt die Bevölkerung eng in die Entscheide eingebunden» und bestimmte damit Schritt für Schritt über die Zukunft ihre Gemeindehauses.
Der Gemeinderat empfiehlt der Bevölkerung die Zustimmung zum Verpflichtungskredit. Damit bleibe das Gemeindehaus langfristig in öffentlicher Hand.