Gemeinde und Eigentümerin setzen nun auf eine rasche Neuentwicklung – und prüfen Alternativen beim Bahnhof.
Keine Lösung für Übergangszeit
Die Migros hat ihre Filiale ins Usserhirschland verlegt – und anders als angekündigt keine kleinere Präsenz im Zentrum behalten. Seither bemüht sich die Eigentümerin Streuli Immobilien AG um Ersatz. Doch daraus wird nichts.
Der Gemeinderat nimmt «mit Ernüchterung» zur Kenntnis, dass weder eine definitive Zentrumsversorgung noch ein Provisorium realisierbar sind. Zu hoch seien die Auflagen für Brandschutz, Behindertengleichstellung, Baustellenlogistik und Immissionen.
Gesamtabbruch statt Etappierung
Eine etappierte Sanierung des heutigen Frohsinns ist laut Planern kaum machbar. Deshalb soll das Gebäude komplett abgebrochen werden. Damit entfällt auch die Möglichkeit, bestehende Verkaufsflächen vorübergehend weiterzunutzen. Ein Provisorium würde sich wirtschaftlich nicht tragen – zumal das Baufeld an der Zürcherstrasse frühestens 2030 bezugsbereit wäre.
Hoffnung auf den Streulipark
Langfristig ist im geplanten «Streulipark» wieder Detailhandel vorgesehen. Gespräche mit möglichen Anbietern laufen. Das Grossprojekt nahe Bahnhof soll Wohnungen, Parkanlagen und Dienstleistungen vereinen.
Provisorium beim Bahnhof?
Kurzfristig prüft die Gemeinde zusammen mit der SBB Immobilien AG ein Provisorium auf dem Bahnhofsareal – etwa beim Güterschuppen. Doch auch hier sind zahlreiche Hürden zu nehmen. Klar ist: Die Gemeinde darf keinen Detailhändler finanzieren.
Bis auf Weiteres bleibt das boomende Zentrum ohne grossen Detailhändler – ein spürbarer Einschnitt für Uznach.