Mitten im Fasnachts-Wochenende lud die Katholische Kirche in Rapperswil-Jona zu einem besonderen Valentins-Gottesdienst in die Kirche Maria Himmelfahrt in Jona. Esther Rüthemann begrüsste die Anwesenden und traf den Ton des Abends: In diesen Tagen zeige man sich oft mit Masken, schlüpfe in Rollen, spiele, lache, verstecke sich vielleicht auch ein wenig. «Dieser Gottesdienst möchte einen kleinen Gegenraum öffnen», sagte sie. Einen Ort, an dem niemand etwas darstellen müsse.
Das Thema «Du frogsch mi, wer i bi» klang dabei wie eine leise Einladung. Gerade Menschen, die seit vielen Jahren gemeinsam unterwegs sind, glaubten manchmal, einander ganz genau zu kennen. Und doch bleibe da immer wieder die Frage: Wer bist du – heute?
Segen ohne Bedingungen
Diakon Robert Schätzle stellte in seiner Einführung den Segen ins Zentrum. «Wir feiern diesen Gottesdienst für Paare in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen», sagte er. Der Segen gelte allen, die gekommen seien, ohne Erwartungen, ohne Bedingungen. Gott sehe die Menschen nicht prüfend, sondern liebevoll. Und vielleicht dürfe man aus diesem Blick heraus auch einander neu ansehen. Es waren Worte, die nicht belehrten, sondern berührten. Worte, die Raum liessen für das Eigene. Für Freude, Zweifel, Gewohnheit und Neubeginn.