Sie meinen, dass der Meienberg nach der Zwischennutzung als Integrationszentrum für ein Wohnprojekt genutzt werden kann.
So ist es. In Zeit der Zwischennutzung kann für den Meienberg ab 2035 ein neues und durchdachtes Nutzungsprojekt entwickelt werden.
Die Gegner kritisieren, es fehle bei der Asylunterkunft eine Strategie. Was entgegnen Sie?
Den Vorwurf muss ich zurückweisen. Wir haben Pflichtaufgaben, die keinen Aufschub dulden. Wir müssen die Unterbringung der uns zugeteilten Menschen aus dem Flüchtlings- und Asylbereich sicherzustellen. Vorzugsweise so, dass wir nicht laufend Wohnungen auf dem freien Markt anmieten müssen.
Laut den Kritikern sind 500'000 Franken für den Umbau des Meienbergs in ein Integrationszentrum unrealistisch. Wer hat recht?
Der Meienberg ist kein Neubau. Genau deshalb sprechen wir von einer Zwischennutzung «im bestehenden Zustand». Die Kosten von rund einer halben Million beziehen sich auf die nötigen Anpassungen inklusive Mobiliar. Die bisherigen Abklärungen zeigen, dass die 500'000 Franken ausreichen.
Wie steht es mit den Betriebskosten?
Betriebskosten gibt es bei jeder Variante, also auch bei Modulbauten, sprich Container-Bauten. Der Unterschied ist: Wenn wir das Pflegezentrum Meienberg nicht zwischennutzen, zahlen wir weiterhin hohe Beträge für angemietete Unterkünfte und haben zusätzlich Kosten beim Leerstand Meienberg. Das wollen wir verhindern.