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Leserbrief
Kanton
13.02.2026

Urs Schildknecht: «WILWEST: Können wir uns das leisten?»

Projektskizze WILWEST
Projektskizze WILWEST Bild: zVfg
● Urs Schildknecht schreibt:

«Für Wil West sollen insgesamt 23 ha Landwirtschaftsland geopfert werden. Ein grosser Teil davon sind wertvolle Fruchtfolgeflächen. Die Regierungsräte von St. Gallen und Thurgau reden von Kompensationen, von mehr Landwirtschaftsland und von der Lösung des Verkehrsproblems, was ich so überhaupt  nicht nachvollziehen kann.

Fakt ist, dass diese Fläche zur Produktion von Lebensmittel für immer verschwindet. Können wir uns das und gegenüber der kommenden Generation überhaupt leisten? Es gibt genügend eingezontes Gewerbeland, wohl nicht auf einer Fläche, aber das muss es auch nicht sein. Man strebt Betriebe im personalintensivem Dienstleistungsbereich an. Finden nicht gerade in diesem Bereich wegen der Digitalisierung viele Stellenkürzungen statt? Ist der Bedarf für eine so riesige Fläche überhaupt ausgewiesen?

Im Gebiet Stelz, Gemeinde Kirchberg, wurde vorletztes Jahr neues Gewerbeland erschlossen, ich habe bis jetzt keine Bauvisiere gesichtet. Die Industriebrache von Cilander zwischen Flawil und Gossau könnte rückgebaut und dem Gewerbe zur Verfügung gestellt werden, wenn der politische Wille dazu vorhanden wäre. SFS-Group hat den Standort Flawil verlassen. Das sind nur wenige Beispiele aus der Region, wo sich das Gewerbe entwickeln kann.

Für mich ist das Licht des grössenwahnsinnigen «Leuchtturmprojekts Wil West» bereits erloschen. Darum ein klares Nein!»

Urs Schildknecht, Jonschwil
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