Mathilde Gremaud schreibt weiter Schweizer Sportgeschichte: Die Freiburger Freeskierin gewinnt an den Olympischen Spielen in Milano Cortina erneut Gold im Slopestyle. Wie schon vor vier Jahren setzt sie sich im Final gegen die starke internationale Konkurrenz durch – und sichert sich mit einem überragenden zweiten Lauf den obersten Podestplatz.
Nervenstärke und Präzision
In Livigno zeigte die 26-Jährige Nervenstärke und höchste technische Präzision. Nach einem eher streng bewerteten ersten Run legte sie deutlich zu und riskierte im zweiten Durchgang anspruchsvolle Tricks mit hohem Schwierigkeitsgrad. Saubere Rails und spektakuläre Double Corks brachten ihr 86,96 Punkte ein – ein Wert, an dem sich alle Konkurrentinnen die Zähne ausbissen.
Die Favoritin geschlagen
Topfavoritin Eileen Gu aus China kam zwar nahe heran, konnte Gremauds Marke jedoch nicht mehr übertreffen und musste sich mit Silber begnügen. Bronze ging an die Kanadierin Megan Oldham.
Für Gremaud war der dritte Lauf damit reine Formsache – sie konnte die Fahrt bereits geniessen und im Ziel mit der Schweizer Fahne jubeln. Nach Gold 2022 darf sie sich nun Doppel-Olympiasiegerin im Slopestyle nennen.
Tanno starke Sechste
Auch Giulia Tanno sorgte aus Schweizer Sicht für ein starkes Resultat. Bei ihrer Olympia-Premiere fuhr die Bündnerin auf Rang sechs und überzeugte mit einem soliden Finalauftritt.