Mit dem Kauf des PZL-Areals und der Auflösung des Zweckverbands hat Uznach die Weichen für eine Neuordnung der Altersversorgung gestellt. Laut Bericht wird für das Jahr 2035 ein Bedarf von 72 bis 85 Pflegebetten erwartet.
Derzeit stehen in Uznach lediglich 32 Betten im Altersheim Städtli zur Verfügung. Ziel sei es, genügend – aber nicht zu viele – Pflegeplätze anzubieten, um Versorgungsengpässe ebenso wie kostspielige Leerstände zu vermeiden.
Gasterstrasse 19 als Schlüsselstandort
Als bevorzugter Standort für ein neues Pflegeheim gilt die Gasterstrasse 19, wo heute noch das ehemalige PZL steht. Das bestehende Gebäude soll einem Neubau weichen.
Der Standort biete laut Bericht Synergien mit dem benachbarten Spital Linth, das Interesse an einer gemeinsamen Flächenplanung signalisiert hat. Geplant ist eine flexible Bauweise, um langfristig auf veränderte Bedürfnisse reagieren zu können.
Wohnen mit Service und Zusatzangebote
Neben 72 Pflegeplätzen sollen auf dem Areal auch 50 Wohnungen mit Service entstehen. Diskutiert werden zudem Angebote wie ein Bistro, ein Quartierversorger oder Räume für Aktivierung und Fitness.
Gleichzeitig wird geprüft, ob das Altersheim Städtli künftig anders genutzt werden könnte – etwa für die Gemeindeverwaltung. Ein Rückbau oder eine Umnutzung müsste jedoch finanziell abgefedert werden.
Nächster Schritt: Potenzialanalyse
Der Gemeinderat lässt nun eine Potenzialanalyse ausarbeiten. Sie soll Kosten, Risiken und Chancen der verschiedenen Szenarien aufzeigen und als Grundlage für eine spätere Machbarkeitsstudie dienen.
Ziel bleibt eine langfristig finanzierbare und von der Bevölkerung getragene Lösung für das Wohnen und Pflegen im Alter.