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Uznach
03.02.2026
04.02.2026 11:17 Uhr

Ja zu neuer Alters-Anlaufstelle

Demografischer Wandel: Im Linthgebiet wird sich die Zahl der über 80-Jährigen in den kommenden 25 Jahren mehr als verdoppeln. (Symbolbild)
Demografischer Wandel: Im Linthgebiet wird sich die Zahl der über 80-Jährigen in den kommenden 25 Jahren mehr als verdoppeln. (Symbolbild) Bild: Unsplash: Jenya Shportiak
Der Uzner Gemeinderat stimmt dem Aufbau der Regionalen Informations- und Beratungsstelle Alter durch die Spitex Linth und dem Einwohnerbeitrag zu. Ziel ist eine Heimentlastung.

Gemäss aktueller Statistik verdoppelt sich die Altersbevölkerung in der Region Zürichsee-Linth (RZL) im Segment der über 80-Jährigen in den kommenden rund 25 Jahren von heute 4'275 (Stand 2024) auf rund 10'300.

Beratung bei Altersherausforderungen

Der Bericht «Integrierte Versorgung im Alter» der RZL zeigt auf, wie die Region die Herausforderungen des demografischen Wandels koordiniert und effizient angehen will. Zu den Massnahmen gehört u.a. der Aufbau einer Regionalen Informations- und Beratungsstelle Alter (RIBA). Ältere Menschen und ihre Angehörigen stehen häufig vor einer Vielzahl an Herausforderungen in finanzieller, gesundheitlicher oder sozialer Hinsicht. Nicht alle sind in der Lage, diese eigenständig zu bewältigen, oder können nicht auf die Unterstützung durch Angehörige zurückgreifen. Sie benötigen deshalb oft Beratung und – wo nötig – auch aktive Hilfe bei der Organisation und Inanspruchnahme von Unterstützungsleistungen.

Vermeidung unnötiger Heim- und Spitaleintritte

Mit der RIBA wird das Ziel verfolgt, dass alle Einwohner/innen der RZL frühzeitig und bedarfsgerecht informiert und beraten sind. Das erleichtert es ihnen, möglichst lange in ihrem angestammten Zuhause mit einer hohen Lebensqualität sowie passenden Angeboten und Dienstleistungen leben zu können. Damit sollen unnötige Heim- und Spitaleintritte vermieden werden (Heimentlastung).

Vierjähriger Versuchsbetrieb durch Spitex Linth

Fünf Institutionen wurden zur Offertstellung eingeladen, drei Offerten gingen ein. Der Auftrag, die RIBA aufzubauen und zu betreiben, wurde schliesslich der Spitex Linth erteilt. Die RIBA wird frühestens Mitte 2026 den Betrieb beim geplanten Spitex-Standort beim Spital Linth in Uznach aufnehmen, und zwar für einen Versuchsbetrieb von vier Jahren. Die Kosten werden solidarisch von den beteiligten Gemeinden getragen und mit Fr. 4.90 pro Einwohner/in und Jahr veranschlagt.

Der Gemeinderat stimmt dem Aufbau der RIBA als unabhängige, regionale und gemeindeübergreifende Informations- und Beratungsstelle zu. Die dafür notwendigen Gelder sind durch die Bevölkerung an der Budgetversammlung vom Dezember 2025 gesprochen worden.

Gemeinderat Uznach / Redaktion Linth24
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