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Freizeit
03.02.2026

Freizeit wird teurer

Parahotellerie und Flugreisen zählen derzeit zu den Bereichen mit den stärksten Preissteigerungen im Freizeitbereich.
Parahotellerie und Flugreisen zählen derzeit zu den Bereichen mit den stärksten Preissteigerungen im Freizeitbereich. Bild: ChatGPT
Ferienwohnungen, Campingplätze und Flugreisen haben sich zuletzt deutlich verteuert. Das zeigt der aktuelle Freizeit-Preisindex von Comparis.

Im Dezember 2025 sind die Preise für Freizeitgüter in der Schweiz im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,2 Prozent gestiegen. Das zeigt der Freizeit-Preisindex des Online-Vergleichsdienstes Comparis. Zum Vergleich: Der Landesindex der Konsumentenpreise (LIK), der alle Konsumgüter abbildet, lag im gleichen Zeitraum bei einer Jahresteuerung von 0,1 Prozent.

Gegenüber dem Vormonat November erhöhten sich die Preise im Freizeitbereich um 1,0 Prozent, während der LIK unverändert blieb.

Ferienwohnungen und Camping deutlich teurer

Besonders stark stiegen im Dezember die Preise in der sogenannten Parahotellerie, zu der Ferienwohnungen und Campingplätze zählen. Gegenüber dem Vormonat verteuerten sich diese Angebote um 25 Prozent. Auch Bergbahnen und Skilifte (+4,3 Prozent), die Hotellerie (+3,1 Prozent) sowie der Luftverkehr (+2,8 Prozent) wurden teurer.

«Seit der Pandemie sind Ferien in Ferienwohnungen und auf Campingplätzen hoch im Kurs. Die gestiegene Nachfrage trifft auf ein zu geringes Angebot, was die Preise in die Höhe treibt», sagt Comparis-Consumer-Finance-Experte Michael Kuhn. Zusätzlich wirkten sich höhere Kosten für Energie, Unterhalt und Plattformgebühren aus. Im Fünfjahresvergleich sind die Preise in der Parahotellerie um 21 Prozent gestiegen.

Flugpreise auf Rekordniveau

Noch stärker verteuert hat sich der Luftverkehr. Im Vergleich zu vor fünf Jahren sind die Flugpreise um 57 Prozent gestiegen – stärker als in jeder anderen Kategorie des Freizeit-Preisindex.

«Nach Corona kam die Nachfrage schneller zurück als das Angebot», erklärt Kuhn. Gründe dafür seien fehlende Flugzeuge, Triebwerke, Ersatzteile und Fachkräfte. Auch steigende Treibstoff- und Unterhaltskosten sowie längere Zulassungsverfahren für neue Flugzeuge wirkten sich preistreibend aus.

Eine rasche Entlastung sei nicht in Sicht: «Fliegen kann in den nächsten Monaten wieder leicht günstiger werden – aber die Preise werden klar über dem Vor-Corona-Niveau bleiben.»

Unterschiede zwischen Haushalten und Regionen

Am stärksten betroffen von der Teuerung im Freizeitbereich waren Einpersonenhaushalte ab 65 Jahren. Sie verzeichneten innerhalb eines Jahres eine Teuerung von 1,6 Prozent. Am geringsten fiel sie bei Paaren mit Kindern aus.

Regional zeigte sich die höchste Teuerung in der französischsprachigen Schweiz (+1,2 Prozent), während die italienischsprachige Schweiz mit 0,9 Prozent den tiefsten Wert aufwies.

Einzelne Produkte günstiger

Nicht alle Freizeitprodukte verteuerten sich. So sanken im Dezember die Preise für Fernseh- und Audiovideogeräte um 6,9 Prozent. Auch Speichermedien, Pauschalreisen sowie Foto- und Kinogeräte wurden günstiger.

Zürioberland24/gg
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