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Schweiz
02.02.2026

Skigebiet zu verkaufen!

Ein Schnäppchen: Die Fideriser Heuberge gewähren Wintervergnügen ohne Hektik - und den längsten Schlittelplausch der Schweiz.
Ein Schnäppchen: Die Fideriser Heuberge gewähren Wintervergnügen ohne Hektik - und den längsten Schlittelplausch der Schweiz. Bild: zVg
Mitten in der Wintersaison steht mit den Fideriser Heubergen ein kleines Bündner Skigebiet zum Verkauf. Die Gemeinde will nicht einspringen – trotz touristischer Bedeutung und Arbeitsplätzen.

Mitten im Winter kommt die überraschende Nachricht: Die Fideriser Heuberge im Prättigau stehen zum Verkauf. Eigentümer Walter Vetsch will sich vom Ski- und Wandergebiet trennen, das er 2011 für rund sechs Millionen Franken übernommen hatte. Den Entscheid gab er an der Generalversammlung der Heuberge AG bekannt, wie die «Südostschweiz» berichtet.

LängsteSchlittelpiste

Zu den bekanntesten Attraktionen der Heuberge gehört die längste Schlittelbahn der Schweiz. Auf zwölf Kilometern überwinden Schlittler 1100 Höhenmeter. In den letzten Jahren machte jedoch der Schneemangel dem Betrieb wiederholt einen Strich durch die Rechnung. Das Skigebiet selbst gilt dank seiner Lage auf über 2000 Metern über Meer als schneesicher. Es umfasst vier Skilifte sowie drei Berggasthäuser mit insgesamt mehr als 200 Betten. Der Betrieb liegt aktuell in den Händen von Henrik Vetsch, dem Sohn des Eigentümers.

Gemeinde lehnt Kauf ab

In der Gemeinde Fideris sorgt der geplante Verkauf für gemischte Gefühle. Die Heuberge sind ein wichtiger touristischer Faktor und beschäftigen im Winter rund 80 Mitarbeitende. Dennoch kommt ein Kauf durch die öffentliche Hand nicht infrage. Gemeindepräsident Luca Giger erklärt, es fehlten die finanziellen Mittel für derzeit nicht rentable Anlagen.

Zudem sei es nicht Aufgabe der Gemeinde, Skilifte oder Gasthäuser zu betreiben. Das Interesse an einem funktionierenden Naherholungsgebiet bleibe jedoch bestehen. Der Wert der Anlagen dürfte im hohen einstelligen Millionenbereich liegen, der Boden gehört grösstenteils der Gemeinde.

Thomas Renggli
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