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01.02.2026
30.01.2026 20:35 Uhr

Wie der Blasiussegen entstand

Darstellung des heiligen Blasius mit zwei gekreuzten brennenden Kerzen in einer Kirche. (Symbolbild)
Darstellung des heiligen Blasius mit zwei gekreuzten brennenden Kerzen in einer Kirche. (Symbolbild) Bild: By Mogadir (CC BY-SA 3.0, Wikimedia Commons)
Auch im Linthgebiet spenden katholische Kirchen jeweils am 3. Februar den Blasisussegen. Wogegen sich der Segen richtet und welche Geschichte dahintersteckt, zeigt dieser Artikel.

In vielen Orten auf der ganzen Welt wird am 3. Februar der Blasiussegen gespendet.

Blasius als verfolgter Arzt und Bischof

Dieses Ritual geht auf den heiligen Blasius von Sebaste (heute Sivas in der Türkei) zurück. Als Arzt war er bekannt für seine Hilfsbereitschaft allen Menschen gegenüber. So wurde er von der Bevölkerung zum Bischof von Sebaste gewählt. Während der Christenverfolgung flüchtete er in eine Höhle und leitete sein Bistum von dort aus. Kontakt mit der Bevölkerung hatte er keinen.

Die Behörden wurden über den «Wohnort» informiert. So wurde er verhaftet und vor Gericht geschleppt. Im Gefängnis besuchte ihn eine Mutter mit einem Jungen. Diesem steckte eine Fischgräte im Hals. Durch die Hilfe von Bischof Blasius wurde der Knabe vor dem Erstickungstod gerettet. Trotz dieses Wunders wurde der Geistliche im Jahr 316 enthauptet.

Von Kleinasien über Rheinau in den Schwarzwald

Anhänger von Bischof Blasius brachten seine Reliquien in die Benediktiner-Abtei Rheinau (bei Schaffhausen). Später wurde sie verlegt nach St. Blasien im Schwarzwald. In der dortigen Klosterkirche wurde er zum 14. Nothelfer bestimmt.

Blasiussegen mit gekreuzten Kerzen

Die katholische Kirche erteilt am 3. Februar den «Blasiussegen». Der Priester hält dem Gläubigen zwei gekreuzte Kerzen an den Hals und spricht die Segensformel «auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheiten». Der Segen sollte Halskrankheiten, Husten, Zahnschmerzen lindern oder ganz ausschliessen.

Werner Hofstetter, freier Mitarbeiter Linth24
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