In Uznach hat die Fasnacht einen fruchtbaren Boden. Am letzten Samstagabend ging es ausgelassen, bunt und laut zu und her im und ums Städtchen. Die sonst so verkehrsgeplagte Durchgangstrasse gehörte einzig und allein dem närrischen Volk.
47. Guggerträffe im Wetterglück
Uzner Städtli in Narrenhand
Am Samstagabend befand sich Uznach in Narrenhand. Das Ambiente im Städtchen und die Besucher sorgen immer wieder für eine tolle Stimmung. Das OK bringt es seit Jahren fertig, mit dem nächtlichen Gugger-Treff Fasnacht ins Städtchen zu bringen. Darüber freute sich natürlich Pepe Rieder, Präsident der Fasnachtsgesellschaft Uznach, mit einem einsatzfreudigen Team. Es freue ihn, so viele Zuschauer, aktive Fasnächtler, 50 Gruppen, davon 20 Guggerformationen, Hexen, Dämonen oder Geister zu sehen. Die grandiosen Fasnachtswagen übertrafen jede Vorstellung. So wurde Uznach für einige Stunden zu einer einmaligen Oase. Selbst der Wettergott liess sich vom Fasnachtsfieber anstecken und gönnte dem närrischen Volk eine trockene, jedoch kalte Nacht.
Nächtliches Fasnachts-Spektakel
Das nächtliche Spektakel lockte auch dieses Jahr überraschend viele Fasnachtsfreunde an. Ein kunterbunter Konfettiregen wirbelte durch die Luft. «Gfürchigi Hexen» zerzausten ihre Opfer und tauchten sie in die Konfettiwanne. Bei der kleinen Feuerspuck-Show blieb den Besuchern beinahe die Spucke weg, wenn sich die Häuserfront erhellte. Die lieblichere Seite war das Verteilen von Süssigkeiten, heisser Getränke oder gebrannter Tropfen. Die Bühnenauftritte der Gugger schafften eine Atmosphäre, die sowohl für Zuhörer als auch für Aktive unvergesslich bleibt. Die Durchgangsstrasse blieb lange nach dem Umzug gut bevölkert, bis die Putzequipe allmählich Druck machte, den Verkehr durchs Städtchen fliessen zu lassen. Der Aufwand lohnte sich auch dieses Jahr.
Bis Mitternacht standen Gruppenformationen auf den Aussenbühnen. In den warmen Festzelten blieben Besucher und Fasnächtler bis in die Morgenstunden.