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Schweiz
25.01.2026
25.01.2026 19:21 Uhr

SVP gegen zu viele Ausländer an Schulen

Brennpunkt Klassenzimmer: Die SVP sieht im modernen Schulmodel einen grossen Problemherd.
Brennpunkt Klassenzimmer: Die SVP sieht im modernen Schulmodel einen grossen Problemherd. Bild: Pexels: BOOM
Die SVP sieht Schule in der Krise. Laut einem neuen Positionspapier, über das die «Sonntagszeitung» berichtet, fordert die Partei eine Rückkehr zu traditionellem Unterricht und weniger ausländische Kinder.

Die SVP spricht von einem «Brennpunkt Schule». Ideologische Experimente, zu viel Zuwanderung und ein überladener Lehrplan hätten das Bildungsniveau gesenkt. Gefordert werden Kopfrechnen, Noten, Nachsitzen, mehr Handarbeit – dafür keine «woken» Inhalte, keine Gender-Sonderzeichen und keine Handys im Klassenzimmer.

Migration und Integration

Besonders umstritten sind die Migrationsforderungen: Die SVP will Obergrenzen für den Ausländeranteil in Klassen. Kinder ohne ausreichende Sprachkenntnisse sollen vor dem Schuleintritt obligatorische Sprachkurse besuchen – bei Verweigerung drohen Sanktionen.

Integrative Schule unter Beschuss

Der integrative Unterricht sei gescheitert, schreibt die Partei. Sie fordert die Rückkehr zu Sonder- und Kleinklassen sowie die Streichung einer zweiten Fremdsprache in der Primarschule. Ähnliche Vorstösse treiben auch FDP-Politiker in mehreren Kantonen voran.

Lehrpersonen warnen

Der Lehrerverband begrüsst die Debatte, warnt aber vor Parteipolitik. Reformen müssten sich an Fachwissen orientieren, nicht an Ideologie. Einige Forderungen seien kaum umsetzbar – etwa fixe Quoten für Kinder mit Migrationshintergrund.

Thomas Renggli
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