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Schmerikon
21.01.2026
22.01.2026 19:50 Uhr

«Ahoi» in finanzieller Schräglage

Das Ahoi ist ein beliebter Treffpunkt im Schmerikon. Heute stellt sich die Frage: Wie lange noch?
Das Ahoi ist ein beliebter Treffpunkt im Schmerikon. Heute stellt sich die Frage: Wie lange noch? Bild: Linth24
Für die Schmerke Ahoi GmbH in Schmerikon von Cony Sutter ist am 21. Januar 2026 im Schweizerischen Handelsamtsblatt eine vorläufige Konkursanzeige publiziert worden.

Als Datum der Konkurseröffnung wird der 19. Januar 2026 genannt. Betroffen ist die Gesellschaft mit Domizil an der Bahnhofstrasse 4, wo die «Schmerke Ahoi – Lounge, Bar, Events» betrieben wird.

Vater-Tochter-Betrieb

Die Lokalität wird vom bekannten Comedian Cony Sutter gemeinsam mit seiner Tochter Patricia geführt und hat sich in den vergangenen Jahren als Treffpunkt für Unterhaltung, Public Viewing und Events etabliert. Auffällig ist: Trotz der Konkursanzeige vermittelt der Auftritt nach aussen derzeit Normalität. Auf der Homepage wird regulär zum Betrieb eingeladen, für den heutigen Abend ist die Übertragung eines Champions-League-Spiels angekündigt, zudem sind für Donnerstag und Freitag bereits Fasnachtsabende geplant.

Prüfung der Konkursmasse

Eine vorläufige Konkursanzeige bedeutet nicht zwingend, dass der Betrieb unmittelbar eingestellt wird. In dieser Phase wird geprüft, ob die Voraussetzungen für die Durchführung des Konkursverfahrens gegeben sind oder ob sich noch Lösungen ergeben. Weitere Angaben zu Art des Verfahrens, Fristen und zum weiteren Vorgehen sollen gemäss Handelsamtsblatt zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

Konkursamt in der Verantwortung

Rechtlich gilt bereits jetzt: Schuldner der Gesellschaft dürfen offene Beträge nicht mehr direkt an die Schmerke Ahoi GmbH begleichen, sondern müssen die Weisungen des Konkursamts abwarten. Personen oder Firmen, die Vermögenswerte der Gesellschaft verwahren, sind verpflichtet, diese dem Konkursamt herauszugeben.

Sutter auf Lösungssuche

Auf Anfrage von Linth24 sagte Cony Sutter zur Situation: «Die Massnahme ist vorläufig. Der Betrieb läuft normal weiter. Gewisse Mitteilungen waren missverständlich. Wir sind dabei, eine Lösung zu finden».

Thomas Renggli
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