Brisante Fragen zur Kies-Deponie Ermenswil
«JMS muss Deponie abspecken» schrieb die Linthzeitung diese Woche. JMS - als zukünftiger Deponiebetreiber - hatte «vergessen» einen Landbesitzer um eine Bewilligung für die Nutzung seines Landes zu fragen. Weil der Landbesitzer seinen Boden nicht für das umstrittene Kiesabbau- und Deponieaufbau-Projekt hergeben will, müssen die Pläne abgeändert werden, schrieb die Zeitung.
Möglicherweise steht der Firma JMS aber noch viel grösserer Ärger bevor, denn mögicherweise fehlt dem ganzen Projekt «Sonnenfeld» eine korrekte rechtliche Grundlage. Das zumindest stellt Ivo Kuster in den Raum. Er hat Gemeinderatsschreiber Thomas Elser und Gemeindepräsident Cornel Aerne geschrieben. Dieses eMail liegt Linth24 vor.
Das Originalschreiben an den Gemeinderat von Eschenbach
Hallo Thomas, Hallo Cornel
Ich möchte mit dieser Email anfragen, bis wann damals - bei Übernahme der Schmucki Kies und Spreng AG durch die Schmucki Kies & Tiefbau AG (JMS) in den Nullerjahren, eine Betriebsbewilligung für die Kiesgrube Sonnenfeld ausgestellt wurde. Ich stelle fest, dass in Ermenswil nur noch recykliert oder aufbereitet wird, jedoch keine Kiesgewinnung mehr besteht. Das heisst für die Standortbindung spricht nichts - alles muss zugeführt werden und dies verursacht Unmengen an sinnlosem Verkehr.
Ein nahes Kiesvorkommen ist jedoch bekanntlich die Voraussetzung für ein Kiesgaufbereitung und die Duldung der dortigen emissionsreichen Anlagen inkl. der vermeinlichen Duldung der unbewilligten Bauten, bei welchen man schon beim Vorgänger (Schmucki Kies und Spreng AG) mehrfach den Rückbau forderte. Eine Erweiterung auf der gegenüberliegenden Strassenseite (in der Feldegg) ist ebenfalls aussichtslos. Der Grundbesitzer ist derselbe wie sich kürzlich verlauten liess.
Entsprechend interessiert mich WIE man vertraglich mit WELCHEN Fristen zum Rückbau der Anlagen mit der Firma verblieb.
Freundlichst, Ivo Kuster
Ivo Kuster als rotes Tuch
Ivo Kuster ist Mitglied der SP und für viele Mitglieder des Gemeinderats von Eschenbach ein rotes Tuch. Schon oft hat Kuster auf Misstände aufmerksam gemacht und mehr als einmal obsiegt. Nicht gewonnen hat er als Kandidat für den Gemeinderat (Artikel Linth24: https://linth24.ch/articles/157-eschenbacher-wahl-ivo-kuster-der-demokratie-ermoeglicher).
Aber als führendes Mitglied der Bürgerinitiative «Depo-Nie» in Eschenbach ist er mit seinen kritischen Anmerkungen und Mobilisierungaktionen eine ernsthafte Gefahr für die Pläne der Firma JMS. Es sind Pläne, die vom Gemeinderat bisher wohlwollend und teilweise mit Fehlinformationen zuhanden der Bevölkerung begleitet worden sind.
Die konkrete Antwort des Gemeinderates von Eschenbach auf die präzisen Fragen von Ivo Kuster wird interessieren.