Genuss mit Dietiker: Mundart Beiz
Diesmal sind wir in einem Rapperswiler Lokal zu Gast, das sich ganz der Schweiz verschrieben hat. Die Mittagskarte liest sich denn auch wie folgt:
sCHwins-sCHtiik vom grill, hollandäs-sosä, tagesgmües, härdöpffelsCHnitz (Fr. 18.50);
sCHwinsgordonblö sCGinkä & CHäs, tagesgmües, pommes (Fr. 25.--);
rösCHtie mit sCHinkä & sCHpiägelei, saloot vom büffet (Fr. 17.50)
Gewöhnungsbedürftig auch für Urschweizer, aber durchaus sympathisch. Neben dem Salatbuffet gibt es ebenfalls ein Mittagsbuffet mit Fleisch und Fisch (freitags), verschiedenen Gemüsen, mit Teigwaren, Kartoffeln oder Reis, mit Hausbrot und Überraschungen wie heute mit Gemüsekugeln, pardon gmüesCHugelä: Fr. 15.– pro Teller, extra Salat Fr. 6.– oder à discretion Fr. 23.–.
Das von Angelika und Andreas Lang geführte Lokal an der alten Jonastrasse 33 ist hell und freundlich eingerichtet, mit währschaften Holztischen und –stühlen. Sie setzen auch bei der Abendkarte auf Schweizer Traditionen. Oder «verschweizern» ausländische Einflüsse, zum Beispiel mit der «börgerCHartä».
Die relativ kleine Weinauswahl – ja Sie haben es erraten – ist ebenfalls fest in Schweizer Hand. Aber der Maienfelder mundet! (Fr. 5.– pro Glas).
Umfangreicher ist die Bierkarte mit etwa 20 Sorten, worunter doch die eine oder andere ausländische Spezialität, zum Beispiel aus Belgien oder Deutschland. Und auf der Hopfenkarte findet man auch etwas für den kleineren Hunger:
CHnoblibrot, Salsiz garniärt oder HärdöpfelsCHnitz mit Sossä (je Fr. 8.--), Laugäbrätzel mit WiiswürsCHtli (Fr. 10.50) oder CHäs-CHüäCHli (zwei Fr. 6.50). Der Service ist von morgens halb acht bis Mitternacht freundlich und aufmerksam. Und widerlegt eindrücklich das dem Schweizer Servicepersonal immer wieder angedichtete fehlende Lächeln.
Sonntag und Montag ist geschlossen, jedoch offen für Anlässe (055) 210 31 87.