Benken wird zur Solar-City
Fast ein bisschen bescheiden sieht die Mitteilung auf der Webseite der Gemeinde Benken aus: «Baubewilligungen (Solaranlagen)» steht da unter Mitteilungen. Wer das anklickt, staunt: 34 (!) Baubewilligungen sind da aufgelistet und das für eine Gemeinde von knapp 3'000 Einwohnern.
Linth24 hat die Gemeindepräsidentin Heidi Romer zu diesem Solar-Boom befragt.
Linth24: 34 neue Solardächer in ihrer Gemeinde; Eine solche Menge an Bewilligungen gab es noch nie, oder?
Heidi Romer: Tatsächlich gab es ausserordentlich viele Gesuche und das freut uns natürlich sehr. Die Publikationen sind zusammengefasst, Solaranlagen werden nicht monatlich publiziert, was der Grund für die lange Auflistung ist.
Linth24: Hat sie die Menge der Anfragen überrascht?
Heidi Romer: Benken hat verhältnismässig viele Einfamilienhäuser, d.h. eine Solaranlage deckt eine Wohneinheit ab. Bei MFH mit z.B. Stockwerkeigentum deckt eine Solaranlage mehrere Haushalte ab.
Linth24: Benken liegt auf der Sonnenseite der Linthebene. Ist das ein Teil der Erklärung?
Heidi Romer: Ja klar, Es besteht aber sicherlich auch ein Zusammenhang mit der Energiesituation. Die Leute sind heute sensibilisierter und möchten aktiv etwas zur Herstellung von erneuerbarer Energie beitragen.
Linth24: Ihr Name erscheint nicht bei den Baubewilligungen. Nutzen Sie bereits die Sonne?
Heidi Romer: Auch wir sind in der Planung einer PH-Anlage auf unserer Liegenschaft.
Linth24: Können Hausbesitzer in Benken von einer besonderen Förderung profitieren?
Heidi Romer: Wir fördern die Umstellung einer fossil betriebenen Heizungsanlage auf eine Wärmepumpe oder Holzheizung. Ebenso der Ersatz eines Boilers durch einen Wärmepumpen-Boiler.
Linth24: Benken wird also zur Solar-City. Geht es in dieser Kadenz weiter?
Heidi Romer: Solaranlagen sind sehr im Trend. Es ist davon auszugehen, dass noch manche folgen werden. Ob es wieder soviele sind, wird sich zeigen.