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Schweiz
20.07.2026

Kluger Rat im Krisenfall: Warum ein Notvorrat in jeden Schweizer Haushalt gehört

Ein gut durchdachter Notvorrat sichert die eigene Versorgung bei unerwarteten Engpässen.
Ein gut durchdachter Notvorrat sichert die eigene Versorgung bei unerwarteten Engpässen. Bild: zVg
Eine unerwartete Krise kann jederzeit eintreffen – sei es durch extreme Wetterereignisse, Pandemien oder plötzliche Strom- und Internetunterbrüche. Um in solchen Situationen die eigene Versorgung für einige Tage sicherzustellen, empfiehlt die wirtschaftliche Landesversorgung eine einfache Vorsorgemassnahme: den persönlichen Notvorrat.

Entgegen der weitverbreiteten Angst vor monatelangen Krisen stellt das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung klar, dass der Notvorrat nicht dazu dient, eine dauerhafte Notlage auszusitzen. Ziel ist es vielmehr, einen vorübergehenden Versorgungsengpass für einige Tage selbstständig zu überbrücken, während staatliche Stellen und die Wirtschaft an schnellen Lösungen arbeiten. Es ist ein aktiver Beitrag, den jede Bürgerin und jeder Bürger zur Krisenbewältigung leisten kann.

Die fundamentale Bedeutung von Wasser

Ein optimaler Notvorrat ist auf die individuellen Ernährungsgewohnheiten abgestimmt und sollte für rund eine Woche ausreichen. Wasser hat dabei oberste Priorität, da ein Unwetter die Trinkwasserversorgung schnell verunreinigen oder Leitungen beschädigen kann. Empfohlen werden mindestens 9 Liter Wasser pro Person, was einem Sixpack mit 1,5-Liter-Flaschen entspricht. Diese Menge deckt den Bedarf zum Trinken und Kochen für drei Tage ab, wobei Brauchwasser für die Hygiene noch nicht eingerechnet ist.

Vorsorge für den Strom- und Netzausfall

Neben lagerfähigen Lebensmitteln und Nahrungsmitteln zum Verarbeiten sollten unbedingt auch kaltgeniessbare Vorräte bereitstehen. Wenn der Strom ausfällt, bieten Schokolade, Trockenfrüchte, Käse oder Reiswaffeln eine schnelle Energiezufuhr ohne Kochherd. Da bei einem Strom- oder Internetunterbruch auch Bancomaten und digitale Zahlungsmittel ausfallen können, wird dringend eine Bargeldreserve in kleinen Scheinen und Münzen empfohlen, die für einen Wocheneinkauf oder eine Tankfüllung reicht. Zudem gehören ein batteriebetriebenes Radio für offizielle Bundesinformationen, Taschenlampen, Kerzen und Streichhölzer in den Haushalt. Eine gut ausgestattete Notfallapotheke mit Schmerzmitteln, Fieberthermometer und den eigenen Medikamenten ist ebenfalls unerlässlich.

Anpassung an den persönlichen Alltag

Der Vorrat sollte stets flexibel bleiben und auf besondere Bedürfnisse angepasst werden. Wer Haustiere oder Babys hat, muss an entsprechendes Futter, Windeln oder Spezialnahrung denken. Auch für die Mobilität ist gesorgt, wenn der Fahrzeugtank oder die Batterie stets mindestens halb voll gehalten wird. Damit Lebensmittel nicht ablaufen, integriert man den Notvorrat am besten in den ganz normalen Küchenalltag, um ihn fortlaufend zu verbrauchen und zu erneuern. Wer seinen genauen Bedarf berechnen möchte, kann auf den offiziellen Notvorrats-Rechner des Bundes zurückgreifen.

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