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Schänis
10.07.2026
10.07.2026 15:46 Uhr

40 Jahre mit Herzblut für Schule

Jubilarin Theres Egli (mit Blumenstrauss) darf die Glückwünsche von Gemeindepräsidentin Gabriela Tremp, Bauamtsleiter Daniel Gorfer (r.) und Chefhauswart Peter Jud entgegen nehmen.
Jubilarin Theres Egli (mit Blumenstrauss) darf die Glückwünsche von Gemeindepräsidentin Gabriela Tremp, Bauamtsleiter Daniel Gorfer (r.) und Chefhauswart Peter Jud entgegen nehmen. Bild: LinthSicht
Anfang Mai feierte Raumpflegerin Theres Egli ihr 40-jähriges Dienstjubiläum an der Schule Schänis. Für den langen und wertvollen Einsatz mit viel Herzblut dankt ihr der Gemeinderat.

Theres Egli verabschiedet sich Ende Juli in den Ruhestand

Nach vier Jahrzehnten tritt Theres Egli Ende Juli 2026 in den wohlverdienten Ruhestand. Während 40 Jahren sorgte sie mit grossem Engagement dafür, dass in den Schulhäusern Maseltrangen und Rufi alles rund lief. Generationen von Schülerinnen und Schülern, Lehrpersonen und Mitarbeitenden begegneten ihr im Alltag und erlebten sie stets freundlich, hilfsbereit und aufgestellt.

Bereits ihre Anstellung verlief ungewöhnlich: Die Stelle wurde im Jahr 1986 per Los vergeben – und das Glückslos fiel auf Theres Egli. Ein Glücksfall für die Schule.

Wandel eines Berufsbildes

In den vergangenen 40 Jahren hat sich die Arbeit in der Raumpflege stark verändert. «Früher bewirtschaftete jeder Mitarbeiter sein eigenes Schulhaus», erinnert sich Egli. Heute betreut sie die Schulhäuser in Maseltrangen und Rufi, teilweise unterstützt von einer Arbeitskollegin.

Auch die Aufgaben hätten sich gewandelt. Früher gehörte das Rasenmähen, Lampen wechseln und die Betreuung der Heizung selbstverständlich zum Alltag. Ebenso mussten zusätzliche Arbeiten rund um den Schulbetrieb übernommen werden. Samstagsarbeit war normal. «Die Arbeit musste einfach erledigt sein – egal, wie lange es dauerte», erzählt sie. Heute werden die Arbeitsstunden genau dokumentiert und in Arbeitsrapporten festgehalten.

Trotz vieler Veränderungen blickt Egli positiv auf die technische Entwicklung zurück. Besonders beim Bodenreinigen habe der Fortschritt vieles erleichtert. «Früher war das Bodenfegen deutlich anstrengender.»

Selbständigkeit und Vertrauen geschätzt

Was Theres Egli an ihrer Tätigkeit besonders schätzte, war die grosse Selbständigkeit. Ihre Arbeit eigenverantwortlich planen und die Zeit flexibel einteilen zu können, bedeutete ihr viel. Gleichzeitig hebt sie hervor, dass die Gemeinde stets ein guter Arbeitgeber gewesen sei. Wünsche und Ideen seien immer ernst genommen und positiv aufgenommen worden.

Eine besondere Herausforderung bestand darin, die Arbeiten mit dem laufenden Schulunterricht zu koordinieren. Als Mitarbeiterin im 40-Prozent-Pensum erforderte dies viel Flexibilität. Besonders intensiv war jeweils der Frühlingsputz. Dieser konnte zu Eglis Freude gemeinsam im Team bewältigt werden. Im vergangenen Frühling stiess sie zusammen mit ihren Arbeitskolleginnen und -kollegen bereits auf ihren letzten grossen Frühlingsputz an.

Überhaupt sei das Team etwas, das sie nach ihrer Pensionierung besonders vermissen werde. Über die Jahre seien viele schöne Freundschaften entstanden.

Begegnungen mit Generationen von Schulkindern

In vier Jahrzehnten erlebte Egli unzählige Geschichten. Besonders spannend findet sie, dass sie mittlerweile bereits der zweiten Generation von Kindern begegnet. Manche Eltern ihrer heutigen Schülerinnen und Schüler kannte sie schon aus deren eigener Schulzeit.

Probleme mit Kindern oder Lehrpersonen habe sie nie gehabt, sagt Egli rückblickend. Früher begleitete sie Schulklassen sogar während der Sportwoche oder auf Schulreisen. Heute gebe es lediglich noch zwei Wintersporttage pro Jahr.

Auch schwierige Situationen blieben nicht aus. Im Schulhaus Maseltrangen kam es gleich zweimal zu Überschwemmungen. Zudem brannte es dort zweimal. Im Schulhaus Rufi «zeuselten» einmal Schüler mit Feuer. Glücklicherweise verliefen sämtliche Vorfälle glimpflich – auch wenn dabei einige Feuerlöscher zum Einsatz kamen.

Eine aussergewöhnliche Herausforderung stellte die Corona-Pandemie dar. Als die Schule während sechs Wochen geschlossen wurde, herrschte zunächst grosse Unsicherheit. «Das war eine richtige Schockstarre », erinnert sich Egli.

Leidenschaft fürs Jodeln

Neben ihrer Arbeit ist Theres Egli vor allem eines: leidenschaftliche Jodlerin. Das Jodeln lernte sie von ihrer Mutter und verfeinerte ihr Können später in Kursen sowie mit einem Dirigentenkurs. Bekannt ist sie nicht nur durch ihre Auftritte als Solistin oder mit Begleitung, sondern auch als Dirigentin. Sie feierte insbesondere mit dem Jodelklub Schänis und auch mit dem Jodelclub Rapperswil grosse Erfolge.

Ihre Leidenschaft brachte sie auch in die Schule ein. So gab sie Schulklassen schon Jodelstunden und vermittelte den Kindern ein Stück Schweizer Tradition.

Vorfreude auf den neuen Lebensabschnitt

Langweilig wird es Theres Egli nach der Pensionierung bestimmt nicht. Sie plant bereits mit einer Freundin eine 2 ½-wöchige Reise nach Kanada, auf die sie sich besonders freut. Schon im Jahr 2018 bereiste sie gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer Tochter während vier Wochen Australien. Dass diese grosse Reise trotz Beruf möglich gewesen sei, schätzt sie sehr.

Daneben wartet eine grosse Pendenzenliste auf sie: Kolleginnen treffen, wandern und mehr Zeit mit der Familie verbringen. Seit dreieinhalb Jahren ist sie Grossmami und betreut ihre Enkelin einen Tag pro Woche – eine Aufgabe, die ihr viel Freude bereitet.

Trotz aller Vorfreude fällt der Abschied nicht leicht. Vierzig Jahre lang war die Schule ein wichtiger Teil ihres Lebens. Ihr persönlicher Leitsatz habe sie dabei stets begleitet: «Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen.»

Mit Theres Egli verliert die Gemeinde eine engagierte, pflichtbewusste und herzliche Mitarbeiterin, die den Schulalltag über Jahrzehnte mitgeprägt hat.

Gemeinderat Schänis/LinthSicht
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