Rekordverdächtiges Zeughaus-Fest
Die letzten Handgriffe, Soundcheck in einer Ecke des Areals, ein alter Gleitschirm als Blickfang am anderen Ende, die ersten Besucherinnen und Besucher suchen sich die Schattenplätze aus, die Kinder geniessen die Sprühregen im Zeughausgarten – das Fest kann beginnen. Ob sich später noch mehr Leute einfinden werden?
Gemeinsames Quipu-Kunstwerk
Kurze Zeit später, die Sonne steht bereits etwas tiefer, die Schatten des Zeughauses werden länger, das Festareal belebt sich. Im Garten bemalen Kinder Blumenvasen, im kühlen Kunstzeughaus lernen Jung und Alt das jahrtausendealte Knotensystem Quipu aus den Anden kennen. Jede Farbe hat eine Bedeutung, das gemeinsame Kunstwerk wächst.
Begegnungsort und Schlüsselprojekt
Das Sommerfest, organisiert von der IG Zeughausareal, ist auch eine gute Gelegenheit, all die Räume und Angebote des lebendigen Begegnungsortes mitten in Rapperswil-Jona kennenzulernen. Dabei gibt es bei den rund 20 verschiedenen ansässigen Vereinen, Betrieben und städtischen Angeboten viel zu entdecken. Seit der Zustimmung der Bevölkerung zum Projektierungskredit im Jahr 2020 hat sich das Areal enorm entwickelt. «Das Zeughausareal ist Schlüsselprojekt für die künftige Stadtentwicklung», schrieb die Stadt dazumal in der Medienmitteilung. Und das Fest zeigt eindrücklich: Das Areal entwickelt sich bunt und rasch.
Flamenco, kurdische und jugendliche Musik
Heiss geht es mittlerweile in den Toren 3 und 4 des alten Zeughauses zu und her. Zu Flamenco und kurdischer Musik bewegen sich die Menschen, der Kulturraum Open Door wird zum Begegnungsort. Auf der Bühne des Kinder- und Jugendzentrums präsentieren vier Bands aus den Workshops der Musikschule Rapperswil-Jona ihr Können. Die vielfältigen Darbietungen werden von Klein und Gross mit grosser Freude verfolgt, die Angebote rege genutzt.
Grünraum-Projekt für Zeughausareal
Immer mehr Menschen drängen auf das Areal, angezogen von Musik, guter Stimmung und feinen Düften. Die lokalen Anbieter von Speis und Trank sind nun gefordert, die drückende Hitze auf dem geteerten Zeughausplatz lässt langsam nach. Das wegen der Temperaturen und des grossen Publikums rekordverdächtige Sommerfest 2026 neigt sich dem Ende zu. Es hat vor Augen geführt, wie wichtig natürlicher Schatten und unversiegelte Beläge sind. Ein zentraler nächster Schritt für eine nachhaltige Stadtentwicklung ist deshalb das geplante Entsiegelungsprojekt des Vereins Zeughausgarten. Die Asphaltfläche soll in einen lebendigen Grünraum transformiert werden. Das Interesse des Publikums daran hat das Sommerfest eindrücklich bestätigt.