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Rapperswil-Jona
09.07.2026

Rekordverdächtiges Zeughaus-Fest

Auch musikalische Darbietungen waren Bestandteil des Sommerfestes 2026 im Zeughausareal.
Auch musikalische Darbietungen waren Bestandteil des Sommerfestes 2026 im Zeughausareal. Bild: Christian Graf
Als Ergänzung zum eigenen Bericht über das Sommersfest 2026 im Rapperswiler Zeughausareal publiziert Linth24 nachfolgend einen weiteren, eingesandten Rückblick darauf.

Die letzten Handgriffe, Soundcheck in einer Ecke des Areals, ein alter Gleitschirm als Blickfang am anderen Ende, die ersten Besucherinnen und Besucher suchen sich die Schattenplätze aus, die Kinder geniessen die Sprühregen im Zeughausgarten – das Fest kann beginnen. Ob sich später noch mehr Leute einfinden werden?

Beim Sommerfest konnte auf dem Zeughausareal das jahrtausendealte Knotensystem Quipu aus den Anden kennen gelernt werden. Bild: Christian Graf (Collage Linth24)

Gemeinsames Quipu-Kunstwerk

Kurze Zeit später, die Sonne steht bereits etwas tiefer, die Schatten des Zeughauses werden länger, das Festareal belebt sich. Im Garten bemalen Kinder Blumenvasen, im kühlen Kunstzeughaus lernen Jung und Alt das jahrtausendealte Knotensystem Quipu aus den Anden kennen. Jede Farbe hat eine Bedeutung, das gemeinsame Kunstwerk wächst.

Rund 20 Angebote von Vereinen, Betrieben und der Stadt gab es zu entdecken. Bild: Manuela Matt

Begegnungsort und Schlüsselprojekt

Das Sommerfest, organisiert von der IG Zeughausareal, ist auch eine gute Gelegenheit, all die Räume und Angebote des lebendigen Begegnungsortes mitten in Rapperswil-Jona kennenzulernen. Dabei gibt es bei den rund 20 verschiedenen ansässigen Vereinen, Betrieben und städtischen Angeboten viel zu entdecken. Seit der Zustimmung der Bevölkerung zum Projektierungskredit im Jahr 2020 hat sich das Areal enorm entwickelt. «Das Zeughausareal ist Schlüsselprojekt für die künftige Stadtentwicklung», schrieb die Stadt dazumal in der Medienmitteilung. Und das Fest zeigt eindrücklich: Das Areal entwickelt sich bunt und rasch.

Das Publikum verfolgt eine der Tanzaufführungen im Innern eines der Zeughäuser. Bild: Manuela Matt

Flamenco, kurdische und jugendliche Musik

Heiss geht es mittlerweile in den Toren 3 und 4 des alten Zeughauses zu und her. Zu Flamenco und kurdischer Musik bewegen sich die Menschen, der Kulturraum Open Door wird zum Begegnungsort. Auf der Bühne des Kinder- und Jugendzentrums präsentieren vier Bands aus den Workshops der Musikschule Rapperswil-Jona ihr Können. Die vielfältigen Darbietungen werden von Klein und Gross mit grosser Freude verfolgt, die Angebote rege genutzt.

Das Zeughausareal soll künftig mehr Grünraum erhalten und dortige Asphaltfläche entsiegelt werden. Bild: zVg

Grünraum-Projekt für Zeughausareal

Immer mehr Menschen drängen auf das Areal, angezogen von Musik, guter Stimmung und feinen Düften. Die lokalen Anbieter von Speis und Trank sind nun gefordert, die drückende Hitze auf dem geteerten Zeughausplatz lässt langsam nach. Das wegen der Temperaturen und des grossen Publikums rekordverdächtige Sommerfest 2026 neigt sich dem Ende zu. Es hat vor Augen geführt, wie wichtig natürlicher Schatten und unversiegelte Beläge sind. Ein zentraler nächster Schritt für eine nachhaltige Stadtentwicklung ist deshalb das geplante Entsiegelungsprojekt des Vereins Zeughausgarten. Die Asphaltfläche soll in einen lebendigen Grünraum transformiert werden. Das Interesse des Publikums daran hat das Sommerfest eindrücklich bestätigt.

Christian Graf, Jona
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